Banken + Versicherungen HVB will Milliardengewinn in Ehe einbringen

Ein schwaches zweites Quartal hat die Hypo-Vereinsbank nicht von ihrer Prognose abgebracht, in diesem Jahr einen Milliardengewinn einfahren zu wollen. Grund für das schlechte Abschneiden sei das schwierige Umfeld an den Anleihemärkten gewesen.

HB MÜNCHEN. Im zweiten Quartal verbuchte die HVB mit einem Nettogewinn von 230 Millionen Euro einen um fast ein Drittel niedrigeren Ertrag als im Auftaktquartal. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der HVB-Gewinn allerdings um neun Prozent zu und traf damit die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt von 232 Millionen Euro ausgegangen waren.

HVB-Chef Dieter Rampl erklärte am Mittwoch, mit dem Halbjahresgewinn von insgesamt 566 Millionen Euro liege die HVB mit den wesentlichen Ergebniskomponenten voll im Plan, der für das Gesamtjahr einen Gewinn von etwa einer Milliarde Euro vorsieht. „Insgesamt bin ich nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres sehr zuversichtlich, dass wir unser angestrebtes Jahresziel erreichen werden“, ergänzte er. Die HVB steht kurz vor der Übernahme durch die italienische Großbank Unicredito.

Von den wesentlichen operativen Ergebnisziffern gab im Vergleich zum Auftaktquartal nur das Handelsergebnis nach, das von 322 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 101 Millionen Euro einbrach. Der Rückgang fiel noch deutlicher aus als von Analysten erwartet. Die HVB erklärte dies mit dem unsicheren Umfeld am Kapitalmarkt durch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der US-Autokonzerne GM und Ford auf Ramsch-Status, was die Anleihenmärkte massiv belastet hatte.

Bei den anderen operativen Ergebnisziffern Zinsüberschuss und Provisionsüberschuss legte die HVB im zweiten Quartal auch im Vergleich mit den guten ersten drei Monaten des Jahres zu und übertraf dabei leicht die Erwartungen der Analysten.

Bei der Risikovorsorge geht die zweitgrößte deutsche Bank nach den milliardenschweren Abschreibungen auf Immobilienkredite im Vorjahr nun von einer Entspannung aus. 2004 hatte die HVB rund 1,8 Milliarden Euro für faule Kredite zurückgestellt und zudem Wertberichtigungen auf Immobilienfinanzierungen von 2,5 Milliarden Euro verbucht. 2005 sollen die Rückstellungen "nur" noch 1,3 Milliarden Euro betragen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%