Hypo Alpe Adria Ex-BayernLB-Vorstände im Januar vor Gericht

Sieben ehemalige Vorstände der BayernLB stehen wegen des Milliarden-Fehlkaufs der Hypo Alpe Adria ab Januar vor Gericht. Ex-BayernLB-Chef Werner Schmidt wird Untreue vorgeworfen. Er soll Risiken missachtet haben.
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Werner Schmidt, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Landesbank, wartet am 30. Mai 2008 auf den Beginn der Sitzung des Untersuchungsausschusses in München. Ab Januar steht er vor Gericht. Quelle: ap

Werner Schmidt, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Landesbank, wartet am 30. Mai 2008 auf den Beginn der Sitzung des Untersuchungsausschusses in München. Ab Januar steht er vor Gericht.

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MünchenDie frühere Vorstandsriege der BayernLB muss sich wegen des desaströsen Kaufs der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria vom 27. Januar an strafrechtlich vor Gericht verantworten. Das Landgericht München rechnet mit einem aufwendigen Verfahren gegen die sieben Angeklagten, unter ihnen die Ex-Chefs Werner Schmidt und Michael Kemmer, der heute Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) ist.

Die Wirtschaftsstrafkammer setzte am Freitag mehr als 70 Verhandlungstermine bis in den Dezember kommenden Jahres an. Das Gericht bereitet sich auch auf großen Medienandrang vor: Es plant für Journalisten ein Akkreditierungsverfahren, das am 16. Dezember beginnt.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt die Manager der Untreue zulasten der BayernLB und der Bestechung des mittlerweile verstorbenen Kärntner Regierungschefs Jörg Haider, der sich 2007 für den Verkauf der landeseigenen Hypo-Anteile an die BayernLB stark gemacht hatte. Das Landgericht München weckte bei den Angeklagten bereits Hoffnungen: Es hatte einen Teil der Anklage von vornherein als unplausibel bezeichnet. Erst auf Geheiß des Oberlandesgerichts wurden wesentliche Anklageteile überhaupt zur Verhandlung zugelassen.

Die Manager, die sich in der gleichen Sache bereits in einem Zivilprozess Schadenersatzforderungen der BayernLB stellen müssen, haben die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Landesbank verlangt von den sieben Managern und einem weiteren Ex-Vorstandskollegen 200 Millionen Euro, weil sie beim Kauf der Hypo fahrlässig gehandelt hätten. Drei von ihnen - darunter Kemmer - könnten aber nach Aussagen des Landgerichts München in dem Zivilverfahren aus dem Schneider sein, weil die BayernLB sie bei ihrem Abschied pauschal von der Verantwortung für mögliche Schnitzer befreit habe.

Bei der einst hoffnungsfroh übernommenen Hypo Alpe Adria versenkte die BayernLB 3,7 Milliarden Euro an Steuergeldern. Als sich bei der Kärntner Landesbank immer neue Finanzlöcher auftaten, gaben die Bayern sie Ende 2009 in einer Notaktion an die Republik Österreich ab. Seither begann eine ganze Reihe von Prozessen um die Verantwortung für das Desaster. In München trugen beide staatlichen Banken jüngst einen Streit um weitere viereinhalb Milliarden Euro vor Gericht aus. Der amtierende BayernLB-Chef Gerd Häusler geriet wegen des Verdachts der falschen Zeugenaussage in einem Prozess vor kurzem ins Visier der Wiener Justiz.

  • rtr
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  • so wie der grinst müssen die feinen herren sowieso nichts befürchten.

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