Hypo-Bad-Bank Heta Garantien für Hypo bleiben bestehen

Österreich hält die Garantien für Hypo-Anleihen aufrecht. Die Finanzmarktaufsicht hatte am Wochenende das Ruder bei der Hypo-Bad-Bank Heta übernommen und die Rückzahlung der Hypo-Anleihen vorerst gestoppt.
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Die Hypo-Bad-Bank Heta macht Investoren Sorgen. Quelle: dpa
Hypo Alpe Adria

Die Hypo-Bad-Bank Heta macht Investoren Sorgen.

(Foto: dpa)

WienHoffnung für die verunsicherten Hypo -Investoren: Die Garantien des Bundeslandes Kärnten und der Republik Österreich blieben trotz des Rückzahlungsstopps für Hypo-Anleihen aufrecht, sagte der Co-Chef der Finanzmarktaufsicht FMA, Helmut Ettl, am Montagabend in einer ORF-Fernsehdiskussion.

Die Aufseher hatten am Wochenende das Ruder bei der Hypo-Bad-Bank Heta übernommen und angesichts einer neuerlichen Finanzlücke von bis zu 7,6 Milliarden Euro die Rückzahlung von Hypo-Anleihen für die kommenden 15 Monate gestoppt.

„Es wird durch unsere Maßnahmen und auch durch künftige Maßnahmen von uns in keiner Weise in Haftungsstrukturen der öffentlichen Hand eingegriffen. Das heißt, weder die Garantien, die der Bund auf Anleihen gegeben hat, noch Landeshaftungen des Landes Kärnten werden von uns in irgendeiner Weise gelöscht“, sagte Ettl. Sollten die Hypo-Gläubiger künftig zur Kasse gebeten werden – etwa durch einen Schuldenschnitt – könnten sie

Kärnten oder den Bund in Haftung nehmen.

Ob und inwieweit die Gläubiger Federn lassen müssen, ist noch nicht entschieden. Österreich will sich mit den betroffenen Investoren bis zum Ende des Moratoriums im Mai 2016 einigen. „Alle Beteiligten haben eine gewisse Zeit, sich ihre Positionen zu überlegen und zu schauen, was sie aus dieser Situation und aus dieser Stundung machen“, sagte Ettl.

Die Landesgarantien Kärntens für die Hypo und ihre Nachfolgerin Heta lagen zuletzt bei knapp elf Milliarden Euro. Österreich selbst haftet im Umfang von einer Milliarde Euro für Hypo-Papiere. Zu diesen Haftungen werde der Bund stehen, hatte Finanzminister Hans Jörg Schelling bereits angekündigt.

Die hohen Haftungen Kärntens für die Bank waren einer der Hauptgründe für die Verstaatlichung des Instituts Ende 2009. Eine Pleite der Bank hätte auch das Bundesland mit in den Abgrund gezogen.

  • rtr
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