Hypo Group Alpe Adria BayernLB: Vom Glück nur geträumt

Die Hypo Group Alpe Aldria wird zur Last für ihren Mutterkonzern BayernLB. Das hat verschiedene Gründe. Einer davon ist ein Schloss am Wörthersee.
"Ich habe geträumt, das Glück kommt zu mir", sang Roy Black einst vor dem Schloss am Wörthersee. Das Gemäuer beschert heute hohe Verluste. Quelle: dpa

"Ich habe geträumt, das Glück kommt zu mir", sang Roy Black einst vor dem Schloss am Wörthersee. Das Gemäuer beschert heute hohe Verluste.

(Foto: dpa)

WIEN. Am Westufer in Velden zeigt sich der Wörthersee von seiner schönsten Seite. Fein geschwungene Bergketten im Hintergrund, unten am See ein mondäner Strand. Am schönsten ist die Anreise mit dem Schiff - vom Wasser aus wird der Blick auf Velden zum wahren Genuss. Mittendrin das Schlosshotel, ein luxuriöser Fixpunkt im sonst eher ländlich geprägten Kärnten. Gleich neben dem Hotel erinnert der "Schlossweg Roy Black" daran, dass hier in den 90er-Jahren sogar eine der beliebtesten deutschen Fernsehserien gedreht worden ist: "Ein Schloss am Wörthersee" mit Schlagersänger Roy Black. Damals gehörte das Schlosshotel noch Milliardär Gunter Sachs.

Heute ist das Prunkstück im Besitz der BayernLB, die Münchener sind 2007 über ihre Klagenfurter Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) Eigentümer des Luxushotels geworden. Und so mancher wundert sich darüber, wie es so weit kommen konnte, denn das Objekt fährt nur Verluste ein. Wie überhaupt die österreichische Tochter der Mutter inzwischen nur noch Sorgen macht.

An Pfingsten 2007, als der US-Barde Lionel Ritchie das Rahmenprogramm zum feierlichen Besitzerwechsel am See mitgestaltete, sah die Welt noch heil aus. Der damalige Ministerpräsident Jörg Haider wünschte sich seinerzeit, dass die Bank "touristische Leitprojekte" in Kärnten finanziert. Damals hatten auch die Bayern große Wachstumspläne, und von der drohenden Finanzkrise wollte noch kaum jemand etwas wissen. Die Münchener kauften die Hypo Group Alpe Adria und das schöne Schloss natürlich gleich mit.

100 Millionen Euro legte die Kärntner Hypo seinerzeit auf den Tisch, um aus dem Schlosshotel ein Luxusobjekt erster Güte zu machen. Eine teure Fehlinvestition. Allein im vergangenen Jahr soll das Minus mehr als zehn Millionen Euro betragen haben. Luxus am Wörthersee läuft in einer Krise eben doch nicht so gut.

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