Hypo Real Estate
HRE-Kernbank hinkt beim Neugeschäft massiv hinterher

Ein Volumen von acht Milliarden Euro will die Kernbank PBB der Hypo Real Estate in diesem Jahr erreichen. Bisher sind es erst 1,5 Milliarden Euro. Und auch beim Gewinn hatte sich das Institut mehr versprochen.
  • 2

MünchenDie Hypo Real Estate (HRE) ist mit ihrer Kernbank PBB auch im Frühjahr nicht in Schwung gekommen. Der Vorsteuergewinn der Deutschen Pfandbriefbank (PBB) fiel im zweiten Quartal 2012 auf 30 (Vorjahr: 68) Millionen Euro, wie das Kreditinstitut am Dienstag in München mitteilte. Vor allem der Zinsüberschuss sank deutlich und belastete das Ergebnis. Auch das Neugeschäft bleibt mit 0,7 Milliarden Euro von April bis Juni schwach.

Dennoch bekräftigte die PBB, dieses Jahr auf einen Vorsteuergewinn von 100 bis 140 Millionen Euro kommen zu wollen - nach den ersten sechs Monaten sind es 51 Millionen. Das würde aber immer noch einem deutlichen Rückgang gegenüber den 188 Millionen Euro aus dem Jahr 2011 entsprechen.

Das Neugeschäftsvolumen soll 2012 acht Milliarden Euro erreichen. Auch das erscheint nach nur 1,5 Milliarden Euro von Januar bis Juni ambitioniert. „Im zweiten Halbjahr wollen wir beim Neugeschäft deutlich zulegen“, erklärte PBB-Chefin Manuela Better. Im Juli seien allein 0,6 Milliarden Euro hinzugekommen. Weitere Abschlüsse stünden bevor.

In der PBB ist das zukunftsträchtige Geschäft der HRE gebündelt. Der Mutterkonzern stand in der Finanzkrise vor dem Aus und konnte nur dank staatlicher Hilfen im Volumen von zeitweise rund 150 Milliarden Euro gerettet werden. Die gefährlichsten Wertpapiere und Kredite wurden an die Bad Bank FMS ausgelagert, um mit der PBB einen Neuanfang wagen zu können. Der Bund will die pbb auf lange Sicht wieder privatisieren, sofern sich ein Käufer für die einst mit Steuermilliarden gerettete Bank findet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Hypo Real Estate: HRE-Kernbank hinkt beim Neugeschäft massiv hinterher"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wer will schon mit dieser Bank Geschäfte machen, wo diese doch sehr wahrscheinlich eher früher als später abgewickelt oder an einen Totengräber verschenkt wird.

  • ist bei dem umfeld doch garnichtso schlecht und auch mit blick auf die IKB. lieber weniger geschäft und dafür keine neuen risken.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%