Hypothekenbank
Wells Fargo treibt Stellenabbau voran

Die US-Hypothekenbank Wells Fargo streicht zusätzliche Stellen. Mitarbeiter werden nun im großen Stil entlassen, da wegen steigender Zinsen weniger Kunden ihre Hypotheken refinanzieren.
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New YorkDie größte US-Hypothekenbank Wells Fargo streicht weitere 1800 Arbeitsplätze. Diese kämen zu dem bereits in diesem Quartal angekündigten Abbau von 3000 Jobs hinzu, sagte ein Sprecher des Instituts der Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Geldhaus ist in diesem Jahr auf einen straffen Sparkurs geschwenkt. Ihm macht zu schaffen, dass wegen steigender Hypothekenzinsen immer weniger Kunden ihre laufenden Immobilienkredite neu finanzieren.

Wells Fargo hatte 2008 in der Finanzkrise den Rivalen Wachovia übernommen und war damit zum größten Kreditgeber für Wohnimmobilien in den USA aufgestiegen. Über das Institut läuft landesweit mehr als jeder fünfte Immobilien-Kredit. Zudem verfügt es über das größte Filialnetz des Landes - noch vor Branchenprimus JP Morgan. Die genaue Zahl der Mitarbeiter im Hypotheken-Geschäft weist die Bank nicht aus, aber allein im Bereich für Verbraucherkredite befassen sich 11.000 Beschäftigte mit Hypotheken-Darlehen.

Noch Anfang des Jahres hatte Wells Fargo - dank des von historisch niedrigen Zinsen angetriebenen Hypothekengeschäfts - den höchsten Quartalsgewinn in der mehr als 150 Jahre alten Firmengeschichte erwirtschaftet. Doch schon seit einiger Zeit rechnet das Geldhaus aus San Francisco damit, dass die inzwischen steigenden Hypothekenzinsen der Sparte zusetzen werden. Zwar erholt sich der lange kriselnde Häusermarkt in den USA. Aber der Refinanzierungsboom, an dem die Banken zuletzt kräftig verdient hatten, flaut ab.

Finanzchef Tim Sloan deutete daher bereits Mitte Juli Sparmaßnahmen an. Im August kündigte das Management eine mit einem Jobabbau verbundene Neujustierung des Geschäfts an. Erst kürzlich erklärte Sloan, dass seine Bank wohl in diesem Quartal 30 Prozent weniger Immobilien-Darlehen ausgeben werde. Die Summe werde demnach wahrscheinlich von 112 Milliarden Dollar im zweiten Quartal auf etwa 80 Milliarden fallen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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