Hypothekengeschäfte
New Jersey verklagt Credit Suisse

Déjà-vue: Nach dem Generalstaatsanwalt von New York klagt auch New Jersey gegen die zweitgrößte Schweizer Bank. Es geht um risikoreiche Hypothekengeschäfte, bei denen Anleger nicht richtig informiert worden sein sollen.
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New YorkDie Schweizer Großbank Credit Suisse ist in den USA mit einer neuen Klage wegen umstrittener Hypothekengeschäfte aus der Zeit vor der Finanzkrise konfrontiert. In einer am Mittwoch eingereichten Klage warf der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates New Jersey der zweitgrößten Schweizer Bank vor, Anleger nicht ausreichend über die Risiken von auf Wohnbau-Hypotheken basierenden Wertpapieren im Volumen von über zehn Milliarden Dollar informiert zu haben.

So habe Credit Suisse verschwiegen, dass die Hypotheken von Kreditgebern stammten, die schon einmal zahlungsunfähig waren oder gegen Vorschriften verstoßen hatten, erklärte Generalstaatsanwalt John Hoffmann in einer Mitteilung. Die Bank habe Provisionen über mehrere zehn Millionen Dollar erhalten und nicht weitergegeben.

Ein Sprecher der Bank sagte, die Klage entbehre jeglicher Grundlage. Sie wärme alte Vorwürfe wieder auf und basiere auf ungenauen und übertriebenen Zahlen. Credit Suisse werde sich vor Gericht zur Wehr setzen.

Eine ähnliche Klage reichte der Generalstaatsanwalt von New York im November 2012 gegen Credit Suisse ein. Dort beantragte die Bank im Frühjahr vor Gericht, die Klage abzuweisen.

Insidern zufolge untersucht auch das US-Justizministerium die Hypothekengeschäfte einer Reihe von Banken und wird möglicherweise Zivilklagen einreichen. Zu diesen Banken würden neben Citigroup und Merrill Lynch auch Royal Bank of Scotland und Credit Suisse zählen, sagten kürzlich zwei mit der Sache vertraute Personen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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