Hypothekenstreit
Fannie Mae klagt gegen neun Banken

Fannie Mae strebt eine Klage gegen neun Großbanken an. Der mittlerweile verstaatlichte US-Immobilienfinanzierer habe wegen Libor-Manipulationen Millionen-Verluste hinnehmen müssen. Auch die Deutsche Bank ist betroffen.
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Der verstaatlichte US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae klagt wegen der Libor-Manipulationen gegen die Deutsche Bank und acht andere Großbanken. Die Manipulationen des internationalen Referenzzinssatzes hätten dem Unternehmen Verluste von rund 800 Millionen Dollar (580 Millionen Euro) beschert, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Zu der Klage vor einem Bundesgericht in New York sehe sich die Firma aus Verantwortung für ihre Ressourcen gezwungen.

Die hohen Verluste seien entstanden, weil Fannie Mae im Vertrauen auf eine "ehrliche Festsetzung des Libors" Transaktionen mit gewaltigem Volumen an den Zinssatz gekoppelt habe. In der Klage verwies das Unternehmen auf Vergleiche, die die Banken Barclays, UBS, RBS und Rabobank bereits wegen der Manipulationen mit verschiedenen Regulierungsbehörden geschlossen haben.

Bei den anderen fünf Banken handelt es sich neben der Deutschen Bank um Credit Suisse, Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase. Auch die British Bankers Association wurde mitverklagt.

Der Libor legt fest, zu welchen Zinsen sich Banken untereinander Geld leihen. In dem Zusammenhang wird gegen die Deutsche Bank ermittelt.

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