Hypothekenvergleich
FDIC gegen Bank-of-America-Deal

Um Rechtsstreitigkeiten zu lösen, hatte die Bank of America mit einigen Anlegern die Zahlung von 8,5 Milliarden Dollar vereinbart. Doch der Widerstand wird größer, nun schlatet sich die US-Einlagensicherungsbehörde ein.
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New YorkGegen den milliardenschweren Hypothekenvergleich der Bank of America formiert sich immer mehr Widerstand. Am Montag reichte auch die US-Einlagensicherheitsbehörde FDIC beim US-Bezirksgericht in Manhattan Beschwerde gegen das Abkommen ein. Sie habe nicht genügend Informationen, um die Einigung der Bank of America mit 22 institutionellen Anlegern beurteilen zu können, begründete die FDIC den Schritt.

Die Bank of America will den Investoren - darunter auch der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock , die Allianz -Tochter Pimco und deutsche Landesbanken - die Rekordsumme von 8,5 Milliarden Dollar zahlen, um Rechtsstreitigkeiten aus dem Weg zu räumen, die auf den übernommenen Immobilienfinanzierer Countrywide zurückgehen.

Doch unmittelbar nach Bekanntwerden der Einigung im Juni kam bei mehreren Investoren, die nicht davon profitieren, bereits Unmut auf. Seitdem sinken die Chancen, dass der Vergleich zustande kommt. So kündigte der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman Anfang des Monats an, die Einigung anzufechten. Das Gericht soll am 17. November über eine Zustimmung oder Ablehnung entscheiden. Zu den Investoren, die den Vergleich erstritten haben, gehören unter anderem die New Yorker Notenbank.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Hypothekenvergleich: FDIC gegen Bank-of-America-Deal"

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  • Diesen Beitrag hatte ich am 26.08. zum Thema "Buffet investiert 5 Milliardeb Dollar in die BoA - den Banken geht's wieder gut", eingestellt. kann so bleiben.

    Die BoA hatte den Immobilienfinanzierer Countrywide nicht übernommen, weil sich ein gutes Geschäft für das Institut anbot, sondern weil das Haus praktisch durch die Regierung dazu genötigt wurde. Eine Countrywide-Pleite hätte die Krise drastisch ausgeweitet - das durfte nicht geschehen. Aber diese zusätzlichen Probleme drohen die Bank langsam zu ersticken.

    Abgesehen davon, hatte die BoA selbst den Keller voller Sub-Primes liegen, die ihnen schwer zu schaffen machten. Auch die BoA muß bilanzieren und versucht nun, ihre Bilanz wenigstens halbwegs erträglich aussehen zu lassen.

    Keine Bank trennt sich freiwillig von profitablen Sparten und Beteiligungen wie dem Kreditkartengeschäft in Europa, der Blackrock-Beteiligung oder gar ihren hochprofitablen Anteilen an der China Construction Bank, wenn ihr das Wasser nicht nur bis zum Halse - sondern schon bis zur "Oberkante Unterlippe" steht!

    Mit dem Abbau von tausenden Stellen soll weitere Liquidität geschaffen werden, Liquidität, mit der ihr vermutlich andere Banken nicht mehr aushelfen. Ich glaube, daß der Buffet-Deal deshalb stattgefunden hat, damit die BoA in dieser Situation den Staat selbst nicht um neue Hilfen angehen muß. Er ist meiner Meinung nach rein politisch motiviert. Alleine die weitergehende Möglichkeit, umfangreiche Anteile dazu kaufen zu können, zeigt mir, daß diese Massnahme langfristig zur Rettung der Bank geplant ist. Später könnte ja Fanny-Mae oder Freddy diese Anteile klammheimlich übernehmen. Abgesehen davon: Wer zahlt in den USA z.Zt. freiwillig 6 Prozent Zinsen - Entschuldigung, Dividende?

    Ich fürchte, wir sehen den Beginn eines Dramas, das uns noch lange beschäftigen wird und dessen Ausgang (siehe die politische Situation in den USA) noch längst nicht klar ist.

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