Immobilienbank
Hypo Real Estate forciert Abspaltung der „Bad Bank“

Die EU-Kommission macht Druck: Die verstaatlichte HRE soll die Verbindung zu ihrer „Bad Bank“ kappen. 200 Mitarbeiter werden dafür in eine Servicegesellschaft wechseln – doch das wissen sie erst seit wenigen Tagen.
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MünchenDie verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate kappt auf Druck der EU-Kommission die Verbindungen zu ihrer „Bad Bank“. Knapp 200 HRE-Mitarbeiter sollen deshalb wie geplant in den nächsten Monaten zu einer Servicegesellschaft der Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement wechseln.

Die Betroffenen seien in den vergangenen Tagen schriftlich darüber informiert worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in München und bestätigte damit einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). Die Pläne sind aber bereits seit langem bekannt und sollen nach Möglichkeit ohne Stellenabbau erfolgen.

Bislang hatten sich die Mitarbeiter in der HRE um die Kredite der Abwicklungsanstalt gekümmert. Die EU-Kommission verlangt aber, dass die HRE bis September 2013 keine Dienstleistungen für die „Bad Bank“ mehr übernimmt. Brüssel hat die Reprivatisierung der HRE bis zum Jahr 2015 zur Auflage für die Milliardenhilfen gemacht, mit denen der Bund die Bank im Herbst 2008 vor der Pleite gerettet hat. Seit 2009 ist sie im Staatsbesitz, mit den Altlasten in Höhe von ursprünglich 175 Milliarden Euro kämpft seitdem die Abwicklungsanstalt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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