Immobiliendeal
Aareal kauft WestImmo

Die WestLB-Bad-Bank Erste Abwicklungsanstalt trennt sich von WestImmo. Käufer ist die Immobilienbank Aaeral, die damit weiter wächst. Bisher hatte das Insitut noch zu hohe Kosten bei der Übernahme befürchtet.
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BerlinEin gutes Jahr nach der letzten Übernahme setzt die Immobilienbank Aareal ihre Einkaufstour fort. Das Institut übernimmt für 350 Millionen Euro in Bar die kleinere Konkurrentin WestImmo, die zuletzt in der WestLB-Bad-Bank Erste Abwicklungsanstalt lagerte. Beide Seiten gaben die Transaktion am Sonntag bekannt und bestätigten damit Reuters-Informationen aus Finanzkreisen. Der Zukauf soll noch im ersten Halbjahr dieses Jahres unter Dach und Fach gebracht werden.

Aareal-Chef Wolf Schumacher hatte sich die WestImmo - wie etliche Finanzinvestoren - in den vergangenen Jahren immer wieder angeschaut, aber lange Zeit aus Kostengründen gezögert. Nun schlug er zu, der Vertrag wurde am Wochenende nach einem monatelangen Verhandlungspoker unterschrieben. Damit kann Schumacher den Deal wie erhofft auf der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch präsentieren. Aus der Transaktion rechnet der Vorstand mit einem Zugangsgewinn von rund 150 Millionen Euro und auch darüber hinaus soll die WestImmo positiv zum Konzernbetriebsergebnis beitragen.

Der EAA ist es über die Zeit gelungen, die WestImmo zu verschlanken und zu einer profitablen Pfandbriefbank umzubauen. Im Kreditportfolio gibt es allerdings große Überschneidungen mit der neuen Eigentümerin, womit die Zukunft der rund 280 WestImmo-Mitarbeiter ungewiss ist: Beide Institute bieten gewerbliche Immobilienfinanzierungen in Europa und Nordamerika an, die Aareal hat zusätzlich Asien im Portfolio.

Auch mit ihrem Hauptsitz liegen beide Banken nahe beieinander: Aareal sitzt in Wiesbaden, die WestImmo in Mainz. Sie kam zuletzt noch auf eine Bilanzsumme von knapp zwölf Milliarden Euro. Wegen der EU-Auflagen durfte sie kein Neugeschäft mehr machen, obwohl die Märkte wegen der Zinsflaute boomen: Investoren drängen mit Macht in renditeträchtige Immobilieninvestments und brauchen dafür Banken als Geldgeber. Inzwischen sind aber schon wieder so viele Anbieter unterwegs, dass die Margen unter Druck kommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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