Immobiliendeal in London
Finanzaufseher mietet sich bei Deutscher Bank ein

Die britische Finanzaufsicht FCA geht nicht länger auf Konfrontation mit den Banken. Nun hat die Annäherung eine weitere Stufe erreicht: Die FCA zieht 2018 in ein Gebäude ein, das der Deutschen Bank gehört.

LondonSeit einigen Monaten gibt sich die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA ungewohnt nett und umgänglich im Umgang mit Banken. Die Aufseher haben einige strengere Vorgaben zu den Akten gelegt, gegen die die Geldhäuser vehement wetterten, und eine eingehende Untersuchung der Bankenkultur ebenfalls aufgegeben, die die Branche kritisch sah.

Die FCA hat damit nach Ansicht einiger britischer Politiker auf den Kurs eingeschwenkt, den Finanzminister George Osborne vor einen halben Jahr vorgegeben hat. Banken seien nicht mehr Teil der Probleme, sondern Teil der Lösung, sagte er bei einem wichtigen Bankerbankett. Der Konfrontationskurs müsse ein Ende haben.

Die Annäherung zwischen Aufsichtsbehörde und Banken wird demnächst offenbar noch weitergehen: Die FCA zieht voraussichtlich 2018 in ein Gebäude im Londoner Osten ein, das der Vermögensverwaltungssparte der Deutschen Bank gehört. Diese hat das Gebäude jetzt für 370 Millionen Pfund gekauft (umgerechnet knapp 500 Millionen Euro). Dies sei eine gute Möglichkeit, um in einem Londoner Stadtteil frühzeitig zu investieren, der eine großes Potenzial habe, sagte James Petit, der bei der Deutschen Bank für Immobilien in Großbritannien und Irland verantwortlich ist, in einer Stellungnahme.

Die genaue Miethöhe ist noch unklar, die die FCA zahlen wird. Angesichts der Strafen, die die Behörde gegen die Deutsche Bank aber bereits für Verwicklungen in Manipulationsskandale verhängt hat, dürfte es einige Zeit dauern, bis die Bank das Geld wieder reingeholt hat.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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