Immobiliengeschäft brummt
Helaba steuert auf Rekordgewinn zu

Die Landesbank Hessen-Thüringen ist auf Rekordkurs. Grund für die Gewinnsteigerung ist ein florierendes Immobiliengeschäft. Investoren stecken angesichts niedriger Zinsen viel Geld in Bürogebäude und Einkaufszentren.
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FrankfurtDie Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist dank ihres florierenden Immobiliengeschäfts auf Rekordkurs. Das Institut baute seinen Vorsteuergewinn in den ersten neun Monaten um 15 Prozent auf 507 Millionen Euro aus, wie die Frankfurter am Dienstag mitteilten.

Im Gesamtjahr geht die viertgrößte deutsche Landesbank nun davon aus, den bisherigen Bestwert von 512 Millionen Euro aus dem Jahr 2012 zu übertreffen.

Die Helaba profitiert wie die Aareal Bank und andere Gewerbeimmobilien-Finanzierer davon, dass Investoren angesichts niedriger Zinsen derzeit viel Geld in Bürogebäude und Einkaufszentren stecken. Die Hessen steigerten das Neugeschäft in diesem Bereich von Januar bis Ende September auf 6,8 Milliarden Euro.

Zudem musste die Helaba deutlich weniger für ausfallgefährdete Kredite zur Seite legen. Einbußen im Handel, die maue Kreditnachfrage von Unternehmen sowie leicht rückläufige Margen im Neugeschäft konnte das Geldhaus damit mehr als wettmachen.

Die Helaba ist nach der Übernahme von Teilen der WestLB Mitte 2012 als Zentralbank für rund 40 Prozent aller Sparkassen in Deutschland zuständig. Zudem gewann sie im Zahlungsverkehr große Kunden in Nordrhein-Westfalen und übernahm die brummende Zertifikate-Plattform der WestLB.

Aus Sicht von Experten zählt die Bank damit zusammen mit der LBBW, die in den ersten neun Monaten einen Vorsteuergewinn 329 Millionen Euro einfuhr, zu den stabilsten deutschen Landesbanken.

Die Helaba sei in ihrem Kerngeschäft trotz niedriger Zinsen gut unterwegs, sagte Vorstandschef Hans-Dieter Brenner. Er hatte im Frühjahr noch einen leichten Gewinnrückgang auf 400 bis 500 Millionen Euro vorausgesagt. Von Quartal zu Quartal stieg dann jedoch die Zuversicht. Den europaweiten Bankencheck bestand die Helaba locker.

Bis Ende September kletterte ihre harte Kernkapitalquote bei voller Umsetzung der strengeren Basel-III-Regeln auf 11,8 Prozent. Auch die Leverage Ratio – das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme – lag mit vier Prozent deutlich über den Anforderungen der Aufsichtsbehörden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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