Immobilienkredite verkauft
Commerzbank entsorgt Altlasten

Die Commerzbank kommt beim Verkauf von Altlasten voran: Sie verkauft ein Paket mit problematischen Immobilienkrediten in Spanien, Portugal und Japan. Ein US-amerikanisches Konsortium zahlt dafür eine Milliardensumme.
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Frankfurt am MainDie Commerzbank kommt mit dem Abbau ihrer riskanten Immobilienkredite im Ausland schneller voran als gedacht. In Spanien und Portugal verkauft sie gewerbliche Immobilienfinanzierungen im Volumen von 4,4 Milliarden Euro an die US-Investmentbank JPMorgan und den Finanzinvestor Lone Star, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. In Finanzkreisen wurde der Preis dafür auf 3,7 bis 3,9 Milliarden Euro beziffert. Zu dem Portfolio gehören 1,4 Milliarden Euro an notleidenden Krediten, die die Bank nur mit Abschlägen loswird.

In Japan schlug das zweitgrößte deutsche Geldhaus sein letztes Immobilienfinanzierungs-Geschäft außerhalb Europas los. Dieses war noch rund 700 Millionen Euro schwer.

Damit sei die Bank nun fast alle Immobilienkredite los, die sie als „stärker risikobehaftet“ einstuft, hieß es in der Mitteilung. In die Kategorie fallen nun noch Schiffskredite über rund drei Milliarden Euro. An ausfallgefährdeten Immobilienkrediten hat die Commerzbank nun noch 3,4 Milliarden Euro auf der Bilanz.

Die Commerzbank hatte vor zwei Jahren beschlossen, aus der Großimmobilien- und Schiffs-Finanzierung auszusteigen, weil diese zu viel Kapital binde und zu schwankungsanfällig sei. In Großbritannien hatte sie ihr Geschäft bereits verkauft – ebenfalls an ein Konsortium unter Beteiligung von Lone Star. Die Bestände unter anderem in Frankreich, Italien und Deutschland sind noch da.

Zuletzt hatte die Commerzbank in Aussicht gestellt, ihr in einer internen „Bad Bank“ gebündeltes Engagement in Immobilien, Schiffen und Staats-Krediten bis 2016 auf 75 Milliarden Euro abzubauen. Mit den Zahlen zum zweiten Quartal soll ein ehrgeizigeres Ziel präsentiert werden, wie die Bank am Mittwoch erklärte. Ende März war die „Bad Bank“ noch 102 Milliarden Euro schwer. Den Großteil der Finanzierungen stuft die Bank aber als wenig riskant ein.

Die Commerzbank wollte sich nicht zum Verkaufspreis für die Portfolien auf der iberischen Halbinsel und in Japan äußern. Die beiden Transaktionen zusammen brächten aber im laufenden Quartal einen Verlust von rund 100 Millionen Euro. „In Spanien haben wir die guten Marktopportunitäten voll ausschöpfen und die Ergebnisbelastungen im Rahmen des Bieterverfahrens spürbar reduzieren können“, erklärte Bereichsvorstand Sascha Klaus. Das Eigenkapital werde um 200 Millionen Euro entlastet, weil die Bank die riskanten Kredite mit 3,2 Milliarden Euro hatte absichern müssen.

Der Abbau macht den Commerzbank-Anlegern Hoffnung. Die Aktie drehte nach der Mitteilung ins Plus und notierte mit 12,65 Euro gegen den Markttrend gut ein Prozent höher.

In Spanien ist die Commerzbank künftig gar nicht mehr in der gewerblichen Immobilienfinanzierung vertreten, die Mitarbeiter werden von Lone Star übernommen. Im Portugal behält sie den Teil der Kredite, die ordentlich bedient und getilgt werden. In Japan gehen nachrangige Darlehen über rund 700 Millionen Euro an den auf Asien spezialisierten Investor PAG. Dabei muss die Bank laut Finanzkreisen einen kleinen Abschlag auf den Buchwert hinnehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Auf jeden Fall schlägt das Ergebnis mit abermals 100 Millionen Euro minus für die Coba zu Buche.
    Hier gibt es zwei Seiten,J.P.M und Loanstar Corp. die auf eine Erholung dieser Kredite spekulieren und die Coba,die dagegen setzt.
    Was aber jetzt schon gesagt werden kann,dass das Q2 Ergebnis der Coba wieder die Erwartungen verfehlen wird.Damit wird es auch schwer die 0,63 Euro je Aktie für 2014 zu erzielen.

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