In dieser Woche werden Mandate für Emissionen in Höhe von sechs Milliarden Dollar vergeben: Investmentbanken reißen sich um chinesische Börsengänge

In dieser Woche werden Mandate für Emissionen in Höhe von sechs Milliarden Dollar vergeben
Investmentbanken reißen sich um chinesische Börsengänge

Der Markt für Börsengänge in China boomt. Allein in dieser Woche werden in China die Mandate für zwei Aktienemissionen im Volumen von insgesamt 6 Milliarden Dollar (4,84 Milliarden Euro) vergeben.

Bloomberg/vwd HONGKONG. Insgesamt dürften dieses Jahr Aktien im Wert von 15 Mrd. Dollar emittiert werden, schätzen Experten. 2003 waren es 5,7 Mrd. Dollar. Auch im nächsten Jahr winken den Investmentbanken lukrative Aufträge: Die staatliche Bank of China plant ihren Börsengang für 2005. Zunächst werde die Bank aber eine aggressive Restrukturierung vornehmen, um ihre Bilanz zu verbessern, sagte Xiao Gang, Präsident der Bank, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Xinhua. Zu Zeitpunkt, Ort und Wert des Börsengangs machte Xiao keine Angaben.

China will in den kommenden zehn Jahren rund 50 Mrd. Aktien staatlicher Unternehmen an die Börse bringen. In den vergangenen Jahren hatte die Platzierung von 60 Mrd. Aktien bereits Honorare von mehr als 2 Mrd. Euro in die Kassen der Investmentbanken gespült. Kein Wunder, dass die Investmentbanken in den Startlöchern stehen.

Gespannt warten die Banken auf die Entscheidung, wer den Börsengang der China Construction Bank und China Power International begleiten darf. Die besten Chancen bei Chinas drittgrößtem Geldinstitut haben Morgan Stanley und China International Capital, das chinesische Gemeinschaftsunternehmen der US-Bank mit der Construction Bank. Für China Power haben sich fünf Häuser, darunter Citigroup und Deutsche Bank, beworben. Sie konkurrieren mit Lehman Brothers und der Schweizer UBS. Insgesamt geht es um Gebühreneinnahmen von 210 Mill. Dollar.

Citigroup-Chef Charles Prince und sein Amtskollege von JP Morgan, William Harrison, reisen in Kürze nach Beijing, um für für ihre Institute zu werben. Für die Deutsche Bank hatte sich Bundeskanzler Schröder letzte Woche stark gemacht. In einem Brief an den chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabaos hatte Schröder vor allem die Kontakte des Instituts zu europäischen Investoren und ihre Rolle bei der Privatisierung von Staatsunternehmen herausgestellt.

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