In zwei Monaten
Crédit Agricole vor Einigung mit US-Behörden

Innerhalb der nächsten zwei Monate strebt die Crédit Agricole eine Einigung mit den US-Behörden über die Beilegung einer Untersuchung über Sanktionsverstöße an. Auch die Commerzbank steht vor einem Vergleich.
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Die Crédit Agricole wird voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Monate eine Einigung mit US-Behörden über die Beilegung einer Untersuchung über Sanktionsverstöße erzielen, berichtet eine mit dem Vorgang vertraute Person. Dabei gehe es um Geschäfte der Bank in Ländern wie dem Iran, die von den Vereinigten Staaten mit Sanktionen belegt wurden.

Bereits vor einer Woche verlautete, dass die Commerzbank vor einem Vergleich im Umfang von rund 650 Millionen Dollar mit US- Regulierern stehe. Damit wolle das Geldinstitut aus Frankfurt Vorwürfe aus der Welt zu schaffen, es habe Sanktionen gegen den Iran umgangen. Die Geldbuße für Crédit Agricole könne in ähnlicher Höhe liegen, sagte die informierte Person. Crédit- Agricole-Sprecherin Anne-Sophie Gentil wollte dazu keinen Kommentar abgeben.

Ausländische Banken bemühen sich zunehmend um Zusammenarbeit mit den US-Ermittlern, seit im Juni eine hohe Geldbuße gegen die BNP Paribas verhängt worden war. Obwohl sich die französische Regierung für ein milderes Urteil eingesetzt hatte, musste BNP rund neun Milliarden Dollar zahlen und Einschränkungen bei bestimmten Aktivitäten akzeptieren. Die US- Strafverfolger hatten das harte Urteil mit dem Mangel an Kooperation durch BNP begründet.

Gegen mindestens drei weitere europäische Banken - Deutsche Bank , Société Générale SA und UniCredit - laufen laut Pflichtmitteilungen der Unternehmen Untersuchungen wegen möglicher Sanktionsverstöße in verschiedenen Ländern.

Crédit-Agricole-Chef Jean-Paul Chifflet hatte am 5. August erklärt, die Bank „tritt in eine Phase der Erläuterungen des Falls gegenüber den Behörden ein” und habe zwischen 2003 und 2008 eine “freiwillige” interne Untersuchung bestimmter Dollartransaktionen durchgeführt. Er sagte zudem, dass Crédit Agricole 1,1 Milliarden Euro für Rechtsstreitkosten zurückgestellt habe, wollte jedoch nicht sagen, ob für den Sanktions-Fall eine Summe zurückgelegt wurde.

Die Untersuchungen werden von US-Justizministerium, der US- Notenbank, von der Staatsanwaltschaft von Manhattan und dem New- Yorker Department of Financial Services durchgeführt. Sprecher dieser Behörden lehnten einen Kommentar ab.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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