Informationen aus Finanzkreisen: HSH bietet offenbar nicht mehr für Berliner Bank

Informationen aus Finanzkreisen
HSH bietet offenbar nicht mehr für Berliner Bank

Die HSH Nordbank ist nach Informationen aus Finanzkreisen nicht mehr im Rennen um die zum Verkauf stehende Berliner Bank. Damit würden nur noch sechs Bieter übrig bleiben.

HB FRANKFURT. „Die HSH Nordbank ist ausgeschieden“, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Freitag zu Reuters. Der Bieterprozess sei auf insgesamt sieben Parteien verengt worden, darunter Commerzbank und HVB. Auch ausländische Häuser seien noch beteiligt. Eine zweite Person bestätigte das Ausscheiden der in Hamburg ansässigen Landesbank. Die HSH Nordbank hatte angekündigt, mit der Hamburger Sparkasse (Haspa) eine gemeinsame Offerte für die Tochter der Bankgesellschaft Berlin abzugeben. Offen blieb, ob die Haspa alleine noch im Rennen liegt.

Bankgesellschaft, HSH Nordbank, Haspa, HVB und Commerzbank wollten sich nicht zu den Informationen äußern. Die „Financial Times Deutschland“ berichtete, auch der US-Investor Christopher Flowers sei wegen eines zu niedrigen Angebots aus dem Rennen. Er sei zudem an der Bankgesellschaft selbst interessiert, die 2007 zum Verkauf steht, hieß es. Nach EU-Auflagen darf der Käufer der Berliner Bank nicht zugleich die Bankgesellschaft übernehmen. Eine mit der Situation vertraute Person sagte, die noch verbliebenen Angebote lägen oberhalb der bislang geschätzten Spanne von 300 bis 400 Mill. Euro.

Interesse an der Berliner Bank hatten zuletzt auch die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) sowie die französische BNP Paribas angemeldet.

Die Bankgesellschaft Berlin hatte im November den Verkaufsprozess ihrer Tochter gestartet. Die EU hatte den Verkauf erzwungen, nachdem die Bankgesellschaft 2001 wegen Milliardenrisiken im Immobiliengeschäft vor dem Aus gestanden hatte und nur durch Finanzhilfen des Landes Berlin gerettet werden konnte. Die Berliner Bank, die rund 14 000 Firmen- und 318 000 Privatkunden hat, muss bis Ende 2006 den Eigentümer wechseln. Sie ist wesentlich kleiner als die Bankgesellschaft.

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