ING Groep: Großbank zahlt erste Dividende seit sieben Jahren

ING Groep
Großbank zahlt erste Dividende seit sieben Jahren

Die niederländische ING lässt die Folgen der Finanzkrise hinter sich. Erstmals seit sieben Jahren zahlt die Bank wieder eine Dividende an ihre Aktionäre. Die Onlinebank Diba hat ein Rekordergebnis eingefahren.
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AmsterdamDie niederländische Bank ING Groep will 2015 erstmals seit sieben Jahren wieder eine Dividende an die Aktionäre zahlen. Damit lässt das Institut die Folgen der Finanzkrise hinter sich und will wieder zur Normalität zurückkehren. Es sollen mindestens 40 Prozent des Jahresgewinns ausgeschüttet werden, vermutlich über 470 Millionen Euro, wie ING am Mittwoch mitteilte.

Im November hatte die Gruppe, die in Deutschland mit der Direktbank Diba aktiv ist, die letzten Staatshilfen zurückgezahlt. Insgesamt stützte die Regierung das Geldhaus mit zehn Milliarden Euro.

Im vierten Quartal 2014 fiel der Vorsteuergewinn um 13 Prozent auf 783 Millionen Euro. Das lag unter anderem an hohen Restrukturierungskosten. Die Zahlen lagen unterhalb der Analystenerwartungen.

Die Onlinebank ING-Diba steckt die anhaltende Zinsflaute und den harten Wettbewerb im deutschen Privatkundengeschäft weg. Die Tochter des niederländischen Finanzkonzerns konnte in allen Geschäftsbereichen wachsen und ihr Vorsteuerergebnis im abgelaufenen Jahr um 29 Prozent auf 888 Millionen Euro steigern – ein neuer Rekord. Die Bank gewann mehr als 400.000 Kunden hinzu, inzwischen sind es 8,3 Millionen. „Natürlich wollen wir unsere Erfolgsgeschichte auch im Jubiläumsjahr fortschreiben“, erklärte Vorstandschef Roland Boekhout am Mittwoch in Frankfurt. „Unser Ziel ist es, die führende Digitalbank in Deutschland zu werden.“

Die ING-Diba feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen in Deutschland. Mit kostenlosen Girokonten greift sie die Platzhirsche Deutsche Bank und Commerzbank schon länger an, als Online-Broker konkurriert sie mit anderen Direktbanken wie Comdirect. Im März will ING-Diba hier eine neue Offensive starten: Im Wertpapiergeschäft haben Kunden dann die Möglichkeit, Fonds und ETFs ohne Gebühren zu kaufen. Im Angebot hat ING-Diba auch Verbraucher- und Unternehmenskredite sowie Baufinanzierungen. Das Geschäftsvolumen liegt bei insgesamt 220 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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