Insider berichten

Ein Tag im Leben eines Investment-Bankers

Wie macht man Karriere im Investmentbanking? Eine Website versucht das anhand Insider-Informationen locker und ironisch aufzubereiten. Heraus kommt ein Leitfaden für angehende Analysten und die Erkenntnis: Zeit ist Geld.
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Vielleicht sieht es in den Frankfurter Bankentürmen anders aus, eine Website hat jedoch den klassischen Tag eines Analysten aufgestellt. Quelle: dapd
Traumjob Investment-Banker?

Vielleicht sieht es in den Frankfurter Bankentürmen anders aus, eine Website hat jedoch den klassischen Tag eines Analysten aufgestellt.

(Foto: dapd)

FrankfurtDie Web-Adresse www.mergersandinquisitions.com ist eine Verballhornung des angelsächsischen Mergers and Acquisitions, was auf Deutsch Fusionen und Übernahmen bedeutet. Hier wird gezeigt, wie es im echten Leben zugeht. Das Online-Portal will zeigen, wie man zu einer Karriere im Investmentbanking kommt und wie der Alltag in den verschiedenen Jobs aussieht. Die Seite verzichtet auf Werbung, promotet aber eigene Bücher und Produkte für eine Karriere im Investmentbanking. Viele Artikel und Alltagsszenen sind ohne Datum, weil sie zeitlose Gültigkeit hätten, versichern die Macher. Der Stil ist locker, ironisch und man spürt, dass Insider hier Input liefern.

Ein Tag im Leben eines Analysten in einer Investmentbank

18.30 Uhr am Vorabend: „Schleimer“ kommt vorbei auf seinem Weg nach Hause. Zwar gibt es erst kommenden Freitag ein Kunden-Meeting, aber er will die komplette Präsentation für den Pitch als allererstes am nächsten Morgen sehen. Wirklich anschauen wird er sich die Bewerbung um den Auftrag aber erst im Lauf der nächsten Tage. Ich mache einen schnellen Überschlag: ich habe keine Chance, hier vor vier Uhr morgens rauszukommen.

7.30 Uhr: Ein Associate der Bank ruft an und fragt, wo ich bleibe. Ich soll um 8 Uhr im Büro sein und einen Status-Bericht schicken. Ich bekomme Panik, springe aus dem Bett, dusche eine Minute lang und bin auf dem Weg zur Arbeit.

8.00 – 9.00 Uhr: Der Associate gibt mir eine Version des Status-Berichts mit Korrekturen. Dabei geht es größtenteils um fehlende Kommas, Groß- und Kleinschreibung sowie veränderte Schriftarten. Ich schicke den korrigierten Bericht um 8.55 Uhr an unser Team, um 9 Uhr ist eine Telefonkonferenz angesetzt.

9.00 – 10.00 Uhr: Unser Investmentbanking-Team nennt den Managern die Kaufinteressenten für ihre Gesellschaft und die Zeiten für die Meetings. Ich höre nur halb zu und arbeite an einer Kundenpräsentation für einen Börsengang – Multi-Tasking ist aber einfach, wenn man nur etwas in Excel kopiert und zu Power Point umwandelt.

12.30 Uhr: Wir schicken den Entwurf für die Präsentation des Börsengangs an drei Managing Directors, die sich am nächsten Tag treffen. Es ist die „finale“ Version, was heißt, dass alles noch einmal verworfen und neu erstellt werden muss in den kommenden 24 Stunden.

12:45 Uhr: Einer der Managing Directors ist auf Dienstreise und will ein „Briefing Book“ bekommen über die Firma, um deren Auftrag wir uns bewerben, weil er von ihr absolut nichts weiß. Die Infos mit FedEx zu schicken kommt bei einer Entfernung von 3000 Meilen nicht in Frage, zumal er die Unterlagen „asap“ haben möchte. Also schicken wir dem Knaben eine PDF-Datei.

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14 Kommentare zu "Insider berichten: Ein Tag im Leben eines Investment-Bankers"

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  • "Aber es ist wirklich passiert."

    Stimmt das wirklich? So bescheuert kann doch wohl kein Mensch sein, dass er sich für so was hergibt? Falls doch, wundert mich ab sofort gar nichts mehr.

    Habe diesen Text bis zum Schlusssatz allen Ernstes für (ziemlich überspitzende) Satire gehalten.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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  • Ehrlich gesagt vor 30 austauschen und das Leben bleibt wunderbar.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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  • Arbeit schlecht deligiert..;-)

  • Tja... wenn ich die Kommentare so lese. Tut mir leid, von meiner Warte aus (und ich habe Einblick in reale Projekte): der tut gar nichts! Das ist eine reine Powerpoint-Sebstbefriedigungs-Maschine! Die kann man komplett abschalten und 1 Person anstelle arbeiten lassen (ok, die haben niemanden der das kann), die Qualität wäre besser!

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