Instititut kommt mit Kostenabbau offensichtlich deutlich langsamer voran ING BHF schreibt weiter rote Zahlen

Die Frankfurter ING BHF-Bank ist trotz der im vergangenen Jahr eingeleiteten Konsolidierung nicht aus den roten Zahlen gekommen. Auch für 2004 rechnet der Vorstand nicht mit der Rückkehr in die Gewinnzone. Damit würde die deutsche Tochter die Ziele der niederländischen Muttergesellschaft ING verfehlen.

mm FRANKFURT/M. Der Betriebsverlust des Frankfurter Geldhauses stieg 2003 auf 127 Mill. Euro nach einem Minus von 9 Mill. Euro 2002. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den die ING BHF-Bank ins Internet gestellt hat. Der Jahresfehlbetrag summierte sich demnach auf 105 Mill. Euro nach einem Überschuss von 771 Mill. Euro im Vorjahr.

Im vergangenen Jahr sank der Zinsüberschuss der ING BHF-Bank um 18,2 % auf 248 Mill. Euro. Der Provisionsüberschuss sackte um 11,3 % auf 197 Mill. Euro ab. Dagegen kletterte das Handelsergebnis von 11 Mill. Euro auf 74 Mill. Euro.

Für das Jahr 2004 erwartet die ING BHF-Bank in allen Geschäftsfeldern wieder ein positives Ergebnis. Insgesamt wird das Geldhaus laut Geschäftsbericht aber wohl erst 2005 in die Gewinnzone zurückkehren. Michel Tilmant, Vice Chairman von ING, hatte dagegen von der deutschen Tochter bis Ende 2004 schwarze Zahlen gefordert.

Im vergangenen Jahr hat das Frankfurter Institut seine Wachstumsstrategie im Firmenkundengeschäft aufgegeben. Die Bank will sich in Zukunft vor allem als Beratungs-, Handels, und Serviceinstitut profilieren. Das bedeute gleichzeitig den Rückzug vom Universalbankmodell, heißt es im Geschäftsbericht. Parallel zur neuen Strategie hat die Bank ein drastisches Sparprogramm eingeleitet.

Bereits im vergangenen Juni hatte das Geldhaus den Abbau von knapp 220 Stellen angekündigt, nachdem bereits im zweiten Halbjahr 2002 rund 150 Stellen gestrichen worden waren. Doch trotz dieser tiefen Einschnitte kommt die ING BHF-Bank mit dem Kostenabbau offensichtlich deutlich langsamer voran als von der niederländischen Mutter geplant. 2003 sank der Verwaltungsaufwand um 8,9 % oder knapp 40 Mill. Euro auf 400 Mill. Euro. ING Vice Chairman Tilmant hatte Einsparungen von 80 Mill. Euro in Aussicht gestellt.

Quelle: Handelsblatt

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