Institut mit „richtiger Größe“
Italiens Genossenschaftsbanken wollen fusionieren

Die zehn größten „Popolari“ wollen fusionieren: Italiens Genossenschaftsbanken könnten sich wegen des staatlichen Reformdrucks zusammentun. Bei einer Bilanzsumme von mehreren Milliarden Euro ist das ein Riesenprojekt.
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NovaraAngesichts des staatlichen Reformdrucks auf die Finanzbranche will sich die Banco Popolare mit anderen italienischen Genossenschaftsbanken zusammenschließen. „Unser Ziel ist es, eine Bank zu schaffen, die die richtige Größe hat, die aber weiter als Genossenschaftsbank arbeiten kann“, sagte Verwaltungsratschef Carlo Fratta Pasini bei der Hauptversammlung am Samstag.

Dazu führe das Geldhaus bereits Gespräche mit Wettbewerbern. Rückenwind könnten die Ergebnisse des ersten Quartals liefern. Vorstandschef Pier Francesco Saviotti sagte, er gehe davon aus, dass die demnächst vorgelegten Zahlen „sehr positiv“ sein werden. Auch die Banca Popolare di Vicenza denkt über eine Fusion nach. Dies sei die logischste Option, sagte Verwaltungsratschef Gianni Zonin.

Die italienische Regierung will die kränkelnde Bankenbranche umbauen und zur Konsolidierung auch Fusionen den Weg bereiten. Dazu sollen sich große Genossenschaftsbanken innerhalb von eineinhalb Jahren in Aktiengesellschaften umwandeln und die Stimmrechtsverteilung neu regeln.

Bisher hatte jeder Eigner unabhängig seines Anteils eine Stimme. Mit den neuen Regeln dürften die Genossenschaftsbanken zu Übernahmezielen werden. Betroffen sind die zehn größten „Popolari“, die Bilanzsummen von mehr als acht Milliarden Euro haben.

Ministerpräsident Matteo Renzi verspricht sich von der Reform eine größere Effizienz und eine bessere Aufsicht, die das Bankensystem stärken soll. Italiens Geldhäuser leiden unter der anhaltenden Wirtschaftsflaute im Land, die den Berg fauler Kredite wachsen lässt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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