Institut sticht französischen Konkurrenten BNP aus Société Générale kauft ägyptische Bank

Die französische Groß-bank Société Générale hat das Rennen um die ägyptische Mibank für sich entschieden.

ali PARIS. Am Freitag teilte das ägyptische Institut mit, dass sie die Offerte der Société Générale ak-zeptiert. Die komplette Übernahme der Bank kostet die Franzosen rund 340 Mill. Euro. Um die ägyptische Bank hatte sich auch die BNP Pari-bas bemüht. Analysten begrüßten den Zukauf als sinnvollen Schritt. Denn die Société Générale ist bereits mit der National Société Générale Bank in Ägypten vertreten. Bank-Chef Daniel Bouton betreibt seit Jahren einen aggressiven Wachstumskurs in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum.

Doch auch Lokalrivale BNP Pari-bas will sich in der letztgenannten Region durch Zukäufe verstärken. Dort erwarten Experten höhere Wachstumsraten als in den europäischen Märkten.

Bislang hatten es die beiden fran-zösischen Großbanken offenbar zu vermeiden versucht, sich bei Zukäu-fen in die Quere zu kommen. BNP Paribas setzte seinen Schwerpunkt in den USA, die Société Générale strebte nach Osten. Diese Entwick-lung begründet Bank-Chef Bouton auch damit, dass seine Bank anders als Rivale BNP Paribas keine Prä-senz in den USA besitzt, und damit für sein Haus Zukäufe in den USA mangels Synergien wenig sinnvoll seien.

Mit dem Kauf der ägyptischen MiBank schließt Bouton bereits den vierten Deal in zwei Monaten ab. Mitte Juli hatte die Société Générale die russische Promek-Bank gekauft, die auf Konsumenten-Kredite spezialisiert ist. Kurz danach folgte der Kauf der polnischen Eurobank und des russischen Immobilienfinanzierers Delta-Credit. Zudem erwarben die Franzosen jüngst die Kontrolle der portugiesischen Interbanco.

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