Intesa Sanpaolo: Italienische Großbank Intesa verdient unerwartet wenig

Intesa Sanpaolo
Italienische Großbank Intesa verdient unerwartet wenig

Rückstellungen, hohe Personalkosten und Abschreibungen haben der italienischen Großbank Intesa Sanpaolo das Geschäft vermiest. Der Unicredit-Rivale verdiente fast 100 Millionen Euro weniger als erwartet.
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MailandDie italienische Großbank Intesa Sanpaolo hat im Schlussquartal 2014 unerwartet wenig verdient. Der Nettogewinn summierte sich nur auf 48 Millionen Euro, wie die größte Filialbank des Landes am Dienstag mitteilte. Analysten hatten mit 142 Millionen Euro gerechnet, nachdem es im dritten Quartal noch 483 Millionen waren.

Auf das Ergebnis drückten Rückstellungen für faule Kredite im Volumen von gut einer Milliarde Euro, deutlich höhere Personalkosten sowie Abschreibungen auf das Ungarn-Geschäft.

An der Börse in Mailand verteuerten sich die Aktien des Unicredit-Rivalen dennoch um mehr als vier Prozent. Händler begründeten dies mit einer gestärkten Kapitaldecke, die auch wieder eine höhere Dividende erlaube. Wegen der schwachen Wirtschaftsentwicklung im Land sind faule Kredite für alle italienischen Banken ein Problem. Intesa-Chef Carlo Messina sagte, er habe keinerlei Interesse an Übernahmen im Heimatmarkt.

Die HypoVereinsbank-Mutter UniCredit will am Mittwoch ihre jüngste Quartalsbilanz vorlegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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