Investment-Banking
Deutsche Bank bleibt Spitze

Beim Investment-Banking ist die Deutsche Bank die Top-Adresse in Deutschland. Davon profitiert womöglich besonders Stephan Leithner. Der Leiter der Sparte könnte in den Vorstand aufrücken.
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FrankfurtVon Krise keine Spur. Das Geschäft der Investmentbanken in Deutschland läuft rund, fast so, als ob es das Desaster mit den Staatsschulden in Europa nicht geben würde. Das gilt vor allem für ein Geldhaus und für einen Bankmanager: die Deutsche Bank und ihren Investment-Banking-Chef Stephan Leithner. Die Bank bleibt die Nummer eins im Heimatmarkt. Sie verdient bei Fusionen und Übernahmen (M&A), Aktien- und Anleiheemissionen sowie Krediten, die syndiziert werden, mit Abstand das meiste Geld. Und davon profitiert besonders Leithner, der auch für das weltweite Firmenkundengeschäft zuständig ist.

Mit dem neuerlichen Erfolg im Rücken hat der Österreicher beste Chancen, die Nachfolge von Jürgen Fitschen anzutreten, der bei der Deutschen Bank zusammen mit dem Investmentbanker Anshu Jain das Erbe von Josef Ackermann an der Konzernspitze antritt.

Der ehemalige McKinsey-Mann macht – anders als viele Investmentbanker – wenig Aufhebens um seine Person. Er besticht lieber durch Leistung, so wie auch in diesem Jahr. Nicht nur, dass Investmentbanker dem Kollegen „eine glänzende Zukunft“ voraussagen, er hat die Deutsche Bank im Geschäft mit Firmenkunden auch weltweit unter die ersten fünf Adressen gebracht.

In Deutschland kassiert die Deutsche Bank Provisionen über gut 254 Millionen Dollar in diesem Jahr, wie das Finanzanalysehaus Thomsons Reuters exklusiv für das Handelsblatt errechnet hat. Das sind umgerechnet etwa 193 Millionen Euro. Damit nimmt das Institut rund ein Viertel mehr ein als im vergangenen Jahr und baut zugleich seinen Anteil an den gesamten Gebühreneinnahmen um einen knappen Prozentpunkt auf 10,6 Prozent aus.

Engster Verfolger war und bleibt die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs, die wieder auf Platz zwei rangiert und immerhin noch einen Anteil von acht Prozent an den Provisionen hat. Der Gebührenpool beläuft sich insgesamt auf 2,4 Milliarden Dollar und ist damit um sieben Prozent angestiegen. Das hängt auch damit zusammen, dass gerade in den ersten drei Quartalen mehr Kredite vergeben wurden, die später kleinteilig von den Banken an Investoren weiterverkauft werden.

Kommentare zu " Investment-Banking: Deutsche Bank bleibt Spitze"

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  • An die Spitze des Eisbergs:
    Dawürde sich das Großmütterchen aber wundern, wenn die Deutsche Bank ihr auf einmal sagen würde: Hier hast Du Deine Spareinlagen zurück, wir tilgen gerade unsere "Schulden"...
    Sie Schlaumeier, die "Schulden" der Banken sind (zu großen Teilen) die Einlagen ihrer Kunden. Spareinlagen aber auch simple Giroguthaben.
    Das Risiko bei Banken liegt aber großteils bei den "Anlagen" der Banken, nämlich ausgereichten Krediten etc.
    Genau deshalb wir ja auch das Verhältnis des Eigenkapitals zu den sogenannten "risikogewichteten Aktiva" betrachtet (wo demnächst von der Bankenaufsicht die 9% verlangt werden) und nicht das Verhältnis zu den Passiva.

  • An die Spitze des Eisbergs:
    Dawürde sich das Großmütterchen aber wundern, wenn die Deutsche Bank ihr auf einmal sagen würde: Hier hast Du Deine Spareinlagen zurück, wir tilgen gerade unsere "Schulden"...
    Sie Schlaumeier, die "Schulden" der Banken sind (zu großen Teilen) die Einlagen ihrer Kunden. Spareinlagen aber auch simple Giroguthaben.
    Das Risiko bei Banken liegt aber großteils bei den "Anlagen" der Banken, nämlich ausgereichten Krediten etc.
    Genau deshalb wir ja auch das Verhältnis des Eigenkapitals zu den sogenannten "risikogewichteten Aktiva" betrachtet (wo demnächst von der Bankenaufsicht die 9% verlangt werden) und nicht das Verhältnis zu den Passiva.

  • Prima. Dann kann die Dt. Bank ja beginnen, ihre Verbindlichkeiten abzubauen. Laut Quartalsbericht Q3 hat die Dt. Bank Schulden in der Höhe von 2229 Mrd. Euro. Das ist in etwa soviel wie die Staatsverschuldung von Italien und Griechenland zusammen. Das eher kümmerliche Eigenkapital der Dt.Bank liegt bei rund einem Vierzigstel der Verbindlichkeiten.... Das Risiko derart irrwitziger Bilanzriesenräder auf Pump trägt der Steuerzahler. Bei ihm liegt es, im Krisenfall alle Subventionsfelder durchzusubventionieren.

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