Investmentbank: Goldman Sachs droht Bußgeld aus Brüssel

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Goldman Sachs droht Bußgeld aus Brüssel

Die EU-Kommission prüft, ob die Investmentbank wegen einer Finanzbeteiligung für ein Unternehmen aus seinem ehemaligen Portfolio geradestehen muss. Wenn ja, könnte das teuer werden.
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BrüsselDer Investmentbank Goldman Sachs droht ein Bußgeld in niedriger Millionenhöhe aus Brüssel. Die EU-Kommission prüft derzeit, inwieweit der Finanzkonzern für einen Kartellrechtsverstoß gerade stehen muss, den ein Unternehmen begangen haben soll, an dem Goldman Sachs Capital Partners finanziell beteiligt war. Nach Informationen des Handelsblatts deutet manches darauf hin, dass die Wettbewerbshüter Goldman Sachs in die Pflicht nehmen wollen.

Goldman Sachs hält weltweit Beteiligungen an zahlreichen Unternehmen, darunter in der Vergangenheit die italienische Prysmian. Bei der ehemaligen Pirelli-Tochter handelt es sich um einen führenden Hersteller von Energie- und Telekommunikationskabeln in Europa. 2005 hatte GS Capital Partners die Sparte für rund 1,3 Milliarden Euro erworben, später aber wieder verkauft. Seit Sommer vergangenen Jahres ermittelt die EU-Wettbewerbsaufsicht wegen des Verdachts unerlaubter Markt- und Preisabsprachen gegen das Unternehmen.

Die Beschwerdepunkte der Ermittler von EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia liegen Goldman Sachs den Informationen zufolge vor. Für März ist eine Anhörung geplant. Eine Entscheidung könnte im Sommer fallen. Hält die Kommission ein Unternehmen eines Kartellvergehens für schuldig, kann das Bußgeld bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes betragen. Die Strafe orientiert sich an Dauer und Schwere der Rechtsverletzung.

Eine Sprecherin der Investmentbank wollte sich auf Anfrage nicht näher zu dem laufenden Verfahren äußern. Sie verweist auf ein früheres Statement, wonach weder Goldman Sachs noch Mitarbeiter des Konzerns beschuldigt würden, an dem mutmaßlichen Kartell beteiligt gewesen zu sein, noch davon gewusst zu haben.

Dass die europäischen Wettbewerbskontrolleure Mutterunternehmen für die Vergehen ihrer Töchter in Haftung nehmen, kommt regelmäßig vor. Die Privat Equity Branche fürchtet nun aber, die Kartellwächter könnten künftig schärfer gegenüber Finanzinvestoren vorgehen. Ein Kommissionssprecher wies diese Befürchtung zurück: „Das ist bestehende Praxis. Es gibt kein Umdenken.“ Bei einer möglichen Haftung geht es grundsätzlich um die Frage, inwieweit Finanzinvestoren tatsächlich in das Geschäftsverhalten eines Unternehmens aus ihrem Portfolio eingreifen und dieses maßgeblich beeinflussen.

Thomas Ludwig
Thomas Ludwig
Handelsblatt / EU-Korrespondent

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  • Nach meiner Kenntnis hielt Goldmann Sachs 16,8% an dem Unternehmen. Da haben sie wohl keinen Vorstandsposten gestellt. Die Kartellwächter müssen schon nachweisen, dass Investoren von dem Kartell gewusst haben. Sonst könnte man ja gleich alle Aktionäre zu einer Kartellstrafe verurteilen.

  • Wie wäre es mit einer höheren Milliarden-Strafe, denn kein anderer hätte das mehr verdient als die.
    Tatsache ist, dass Goldman Sachs den Griechen bereits vor der Aufnahme in die Eurozone beim Verstecken von Schulden, also beim Betrügen von Brüssel und zum massiven Schaden der europäischen Steuerzahler, geholfen hat. Mobbt Sie und schadet Ihnen solange bis sie sich aus Europa frustriert zurück ziehen. Gleichzeitig wäre das ein Exampel für alle hochmütigen Schweineunternehmen aus aller Welt.

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