Investmentbank
Goldman will Volcker-Regel bei Firmenkäufen umgehen

Die US-Investmentbank Goldman Sachs arbeitet an einem Konzept zur Umgehung der amerikanischen Finanzreform. Damit will das Unternehmen die sogenannte Volcker-Regel umschiffen.
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New YorkGoldman Sachs ist offenbar auf der Suche nach Wegen, weiterhin in riskante Unternehmensauf- und Verkäufe zu investieren, ohne gegen schärfere Regulierungsauflagen zu verstoßen. Drei mit dem Vorgang vertraute Personen sagten, es gehe um ein Modell, dass Beteiligungen im Stile von privaten Beteiligungsfonds vorsehe, ohne einen solchen Fonds selbst aufzulegen. Damit soll die sogenannte Volcker-Regel umschifft werden, die Investitionen von Banken in solche Fonds begrenzen soll. Sie sieht aber nicht notwendigerweise Beschränkungen bei Investitionen dieser Art jenseits einer formellen Fonds-Struktur vor.

Goldman habe bereits Kunden in Stellung gebracht, die bereit seien, Geld in Konten für solche Geschäfte einzuzahlen, ohne dass ein Beteiligungsfonds aufgelegt werde, sagten die Personen in den vergangenen Tagen. Goldman selbst wolle dafür ebenfalls einen Teil seines eigenen Geldes und Partnerkapitals beiseitelegen.

Eine Goldman-Sprecherin sagte am Montag, die Bank übertrage lediglich eine bei anderen Investitionsgeschäften angewendete Strategie auf den Bereich Private Equity. "Wir sind der Meinung, dass diese Investitionen weiterhin wichtig für unsere Kunden und die breitere Wirtschaft sein werden", sagte sie. Natürlich werde man sich an sämtliche Aspekte der Volcker-Regel halten. Wann die nach dem Ex-Notenbankchef Paul Volcker benannten, eigentlich für Juli vergangenen Jahres angekündigten Vorschriften zur stärkeren Risikokontrolle tatsächlich eingeführt werden, ist derzeit unklar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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