Investmentbank
Morgan Stanley kämpft sich in Gewinnzone zurück

Die Geschäfte der US-Bank scheinen nach Verlusten im Vorjahr wieder zu brummen – zumindest mit reichen Kunden. Insgesamt gehen die Einnahmen allerdings zurück. Vorbörslich gibt die Bankaktie nach.
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New YorkMorgan Stanley schreibt dank guter Geschäfte in der Vermögensverwaltung wieder schwarze Zahlen. Der Überschuss im ersten Quartal 2013 summierte sich auf 958 Millionen Dollar, wie die US-Investmentbank am Donnerstag mitteilte. Im Jahr zuvor waren es noch 119 Millionen Dollar Verlust. Für den Konkurrenten von Goldman Sachs zahlt sich aus, das Geschäft mit sehr reichen Kunden seit der Finanzkrise gestärkt zu haben.

Zu Jahresbeginn stand die Sparte schon für 41 Prozent aller Einnahmen. Die Wachstumsrate lag bei über fünf Prozent, die Marge zum Vorquartal unverändert bei 17 Prozent. Bankchef James Gorman setzt auf den Bereich, der im Gegensatz zum schwankungsanfälligen Investmentbanking mehr Stabilität bringt.

Er sagte, noch nie sei in der Sparte ein höherer Vorsteuergewinn erzielt worden. Für das Geschäft mit reichen Kunden gebe es weniger regulatorische Hürden als im Handel, sagte der US-Fondsmanager Bernie Williams.

Im klassischen Investmentbanking gab es dagegen mehr Schatten als Licht. Der Umsatz aus dem Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Rohstoffen fiel um fast die Hälfte auf 1,5 Milliarden Dollar. In der Beratung von Fusionen und Übernahmen sowie der Ausgabe von Aktien und Anleihen gab es gegenüber dem vierten Quartal Zuwächse, zum Vorjahreszeitraum aber Rückgänge.

Alles in allem fielen die Einnahmen des Konzerns zu Jahresbeginn um fünf Prozent auf knapp 8,5 Milliarden Dollar. Morgan-Stanley-Aktien verloren daraufhin an der Wall Street knapp zwei Prozent.

Goldman Sachs hatte seinen Quartalsgewinn zuletzt um 5,5 Prozent auf 2,19 Milliarden Dollar gesteigert. Andere Großbanken wie JPMorgan Chase oder die Citigroup, die stärker im Privatkundengeschäft mitmischen, hatten ebenfalls Milliarden-Gewinne eingefahren und dabei Zuwächse von jeweils etwa einem Drittel erzielt. In den nächsten Wochen werden auch Zahlen der europäischen Schwergewichte erwartet. Die Deutsche Bank legt ihre Zwischenbilanz am 30. April vor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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