Investmentbanken
Erträge könnten nach China-Crash um ein Fünftel schrumpfen

In China kommen die Börsen nicht zur Ruhe: Die globalen Investmentbanken kostet der Börsensturz in Fernost Milliarden. Für das dritte Quartal droht nun ein deutlicher Rückgang der Erträge

Globalen Investmentbanken drohen im dritten Quartal Ertragsrückgänge von 19 Prozent, die branchenweit die Gewinne je Aktie schmälern dürften, warnen Analysten von JPMorgan Chase & Co. Die von den Turbulenzen in China ausgelöste Volatilität werde nachlassen, schrieben sie zur Begründung in einer Studie.

„Das in letzter Zeit vor allem im Aktienbereich starke Geschäft könnte sich deutlich abschwächen, sobald sich die Märkte beruhigen – nicht nur in Asien, sondern weltweit“, hieß es in dem von Analysten um Kian Abouhossein verfassten Papier.

„Auch wenn die Volatilität für Investmentbanken gut ist“, könnte sie „Transaktionsabschlüsse im dritten und möglicherweise auch im vierten Quartal beeinträchtigen“, hieß es. Die Analysten senkten ihre Schätzungen für den Gewinn je Aktie bis einschließlich 2017 um durchschnittlich zwei Prozent bis drei Prozent.
Bei den größten Investmentbanken der Welt – Goldman Sachs Group ausgenommen - werden laut JPMorgan die Erträge aus dem Festzins-, dem Devisen- und dem Rohstoffhandel im dritten Quartal gegenüber dem zweiten um 18 Prozent zurückgehen. „Wir erwarten, dass sich die Anlageklasse Devisen am besten entwickelt, gefolgt von Staats- und Unternehmensanleihen“, so die Analysten. Für die Erträge aus dem Aktienhandel erwarten sie jetzt einen Rückgang um 20 Prozent, gegenüber zuvor 16 Prozent.

Bei der UBS Group, dem Favoriten der Analysten unter den globalen Handels- und Beratungshäusern, dürfte laut Studie der Gewinn je Aktie bis einschließlich 2016 durchschnittlich drei Prozent niedriger ausfallen, getrieben von geringeren Erträgen in den Bereichen Aktien und Corporate Advisory.

Auch für Goldman Sachs und Morgan Stanley wurden die Schätzungen für den Gewinn je Aktie für 2015 um drei Prozent gesenkt, für die Deutsche Bank um zwei Prozent und für Barclays um ein Prozent.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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