Investor RBR Hedgefonds steigt bei Fondshaus GAM aus

Der Aktionär wollte mehr, das Unternehmen sagt nein: Nachdem RBR mit seinen Forderungen gegenüber GAM gescheitert ist, steigt der Investor beim Vermögensverwalter aus. Die GAM-Titel gehen auf Talfahrt.
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Der Ausstieg von RBR bei GAM kam an der Börse nicht gut an. Quelle: dpa
Kurs auf Talfahrt

Der Ausstieg von RBR bei GAM kam an der Börse nicht gut an.

(Foto: dpa)

ZürichDer aktivistische Investor RBR ist beim Schweizer Vermögensverwalter GAM Holding ausgestiegen. „Wir sind der Meinung, dass GAM von den Zielen her zu wenig ambitioniert ist“, sagte RBR-Chef Rudolf Bohli am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. „Aber wir respektieren auch, dass die Mehrheit der Aktionäre das in Ordnung findet.“ RBR habe mit dem rund 4,5-prozentigen GAM-Paket gut verdient, erklärte Bohli. „Das war ein guter Return.“

Eine GAM-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. Dienstagabend war bekanntgeworden, das die Credit Suisse 4,73 Millionen GAM-Aktien, entsprechend einem Paket von drei Prozent, in einem beschleunigten Orderbuch-Verfahren zum Preis von je 13,15 Franken platziert hat. Bohli zufolge hatte RBR zuvor bereits Aktien über die Börse verkauft. Am Aktienmarkt gingen die GAM-Titel auf Talfahrt und sanken um 3,7 Prozent auf 13,10 Franken.

Das GAM-Management hatte im April im Machtkampf mit dem Hedgefonds die Oberhand behalten. Bohli wollte das mit Ertragsproblemen und Vermögensabflüssen kämpfende Fondshaus vor allem mit Kostensenkungen auf mehr Rentabilität trimmen. Auch die Ablösung von Firmenchef Alexander Friedman wurde gefordert.

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