Investorenkonferenz Postbank stellt sich auf Quartalsverlust ein

Die Postbank bereitet die Investoren auf einen erneuten Quartalsverlust vor. Doch so schlimm wie im ersten Quartal soll es nicht kommen - wahrscheinlich. Das hängt mit den Belastungen durch die Krise zusammen.
Konzernzentrale der Postbank: Die Krise setzt dem Kreditinstitut weiter zu. Quelle: ap

Konzernzentrale der Postbank: Die Krise setzt dem Kreditinstitut weiter zu.

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HB FRANKFURT. "Ob das Ergebnis vor Steuern im zweiten Quartal bereits wieder positiv sein wird, ist zu bezweifeln", sagte Finanzchef Mark Heß laut einem Banksprecher am Dienstag auf einer Investorenkonferenz in Frankfurt. Wahrscheinlich werde es aber besser ausfallen als im ersten Quartal, als die Postbank einen Vorsteuerverlust von 91 Millionen Euro eingefahren hat. Die Belastungen aus der Krise schätzt die Postbank im zweiten Quartal etwas geringer ein als zu Jahresbeginn. Für konkrete Aussagen zum Verlauf des am 30. Juni zu Ende gehenden zweiten Quartals sei es aber noch zu früh.

Heß machte deutlich, dass die derzeit geringen Marktzinsen der Postbank zu schaffen machen. "Wie prognostiziert wirkt sich das extrem niedrige Zinsniveau gegenläufig aus und stellt eine Herausforderung für die Ertragsentwicklung dar", erklärte er. Viele Banken klagen über Druck auf ihre Erträge durch das in Folge der Krise stark gesunkene Zinsniveau. Hinzu kommt, dass sie Einbußen dort nicht durch höhere Provisionseinnahmen ausgleichen können, da Sparer sich zurzeit nicht mehr in komplexe und damit für Banken lukrativere Produkte trauen.

Die auf Privat- und Geschäftskunden fokussierte Postbank, die zu gut 25 Prozent der Deutschen Bank gehört, hatte 2008 in Folge der Finanzmarktkrise über 1,3 Milliarden Euro verloren. Postbank-Chef Wolfgang Klein, der in wenigen Wochen die Bank verlässt, will das risikoreiche Kapitalmarktgeschäft deshalb deutlich reduzieren.

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