Iran-Affäre
RBS rückt in den Fokus der US-Behörden

Hat die RBS gegen Iran-Sanktionen verstoßen? Diese Frage klären laut Medienbericht momentan die Fed und das US-Justizministerium. Die Bank möchte das Ermittlungsverfahren nicht kommentieren.
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New York In der Affäre um dubiose Iran-Geschäfte ermitteln die US-Behörden einem Zeitungsbericht zufolge nun auch gegen die verstaatlichte Royal Bank of Scotland. Die Notenbank Federal Reserve und das Justizministerium leiteten die Untersuchungen, ob die RBS gegen Iran-Sanktionen verstoßen habe, berichtete die "Financial Times". Das britische Bankhaus lieferte dem Bericht zufolge vor 18 Monaten freiwillig Informationen an Regulierungsbehörden in Großbritannien und den USA. Ein RBS-Sprecher wollte dazu keinen Kommentar abgeben.

Im Anfang August vorgelegten Quartalsbericht teilte RBS allerdings mit, "Diskussionen mit den Regulierungsbehörden in Großbritannien und den USA angestoßen zu haben, um die Einhaltung von maßgeblichen Gesetzen und Vorschriften in der Vergangenheit zu erörtern, einschließlich der Bestimmungen zu US-Wirtschaftssanktionen".

Der Ausgang der Gespräche könne nicht vorhergesagt werden, hatte die Bank betont. Ein Fed-Sprecher sagte, zu Aufsichtsfragen, die ein einzelnes Bankhaus betreffen, keine Auskunft geben zu können. Das US-Justizministerium äußerte sich zunächst nicht.

Im Streit um mutmaßlich illegale Iran-Geschäfte hatte sich erst in der vergangenen Woche die britische Großbank Standard Chartered mit der New Yorker Finanzaufsicht auf einen Vergleich über 340 Millionen Dollar geeinigt. Die Aufsichtsbehörde beschuldigte Standard Chartered, fast zehn Jahre lang trotz geltender Sanktionen Geschäfte mit dem Iran im Gesamtvolumen von mindestens 250 Milliarden Dollar abgewickelt zu haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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