Iran-Affäre
Standard Chartered rechnet mit weiterer heftiger Strafe

Die britisch-asiatische Großbank Standard Chartered geht davon aus, wegen Geldwäsche-Vorwürfen mit dem Iran noch einmal eine deutliche Summe begleichen zu müssen. Eine Einigung stehe kurz bevor.
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LondonDie Iran-Affäre kostet Standard Chartered weitere 330 Millionen Dollar. Diese Summe nannte die britische Bank am Donnerstag in London als mögliche Strafe, um die von US-Behörden erhobenen Geldwäsche-Vorwürfe bei Geschäften mit iranischen Banken aus der Welt zu schaffen.

Eine Einigung stehe kurz bevor, teilte das Institut am Donnerstag in London mit. Standard Chartered verhandelt derzeit mit der amerikanischen Notenbank Fed, dem Justizministerium und der Staatsanwaltschaft von Manhattan über die Beilegung des Verfahrens.

Geeinigt hat sich die Bank bereits mit der New Yorker Finanzaufsicht, die im August vorgeprescht war und die Ermittlungen öffentlich gemacht hatte. Für diese Einigung legte Standard Chartered 340 Millionen Dollar auf den Tisch.

Bei den Vorwürfen geht es um Transaktionen der Jahre 2001 bis 2007. Die Briten sollen dabei mindestens 250 Milliarden Dollar (191 Mrd Euro) für iranische Banken abgewickelt haben. Dies sei wegen der geltenden Sanktionen gegen das Land illegal gewesen.

Standard Chartered habe die Geschäfte deshalb bewusst verschleiert, so die New Yorker Finanzaufsicht. Wegen Iran-Geschäften werden mehrere Institute von US-Behörden durchleuchtet. Dazu zählt auch die Deutsche Bank.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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