Iran-Affäre
Standard Chartered verhandelt über Strafzahlung

Standard Chartered bangt um den Verlust ihrer Lizenz, um in den USA Geschäfte zu machen. Um dieses Desaster abzuwenden, ist die britische Großbank laut Medienberichten mitten in den Verhandlungen um eine Strafzahlung.
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New YorkIn die Affäre um mutmaßlich illegale Iran-Geschäfte der britischen Großbank Standard Chartered kommt Bewegung. Das Institut strebe einen raschen Vergleich an, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Bei den Verhandlungen von StanChart mit der Finanzaufsicht DFS in New York und den Strafverfolgungsbehörden sei bereits über die Höhe eines möglichen Betrags zur Beilegung der Affäre gesprochen worden.

Analysten halten die Zahlung von bis zu einer Milliarde Dollar für möglich. Investec-Analyst Vivek Raja sagte: "Es scheint, dass sie eher darauf aus sind, dies zu lösen als es vor den Gerichten auszufechten - hoffentlich noch vor Mittwoch." Am Mittwoch ist in New York eine Anhörung, in der über die gefährdete StanChart-Bankenlizenz in den USA entschieden wird. Die Bank soll dabei erklären, warum sie die Lizenz behalten sollte. Ohne Zulassung hätte StanChart keinen direkten Zugang mehr zum wichtigen amerikanischen Finanzmarkt.

Hoffnungen auf eine frühzeitige Einigung in dem Iran-Streit trieben die StanChart-Aktie in London um 1,3 Prozent an. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe Mails zu Beginn der vergangenen Woche war das Papier um ein Viertel eingebrochen, binnen weniger Stunden verlor das Institut 17 Milliarden Dollar an Börsenwert.

Die New Yorker Aufsichtsbehörde DFS wirft Standard Chartered vor, fast zehn Jahre lang trotz Sanktionen Geschäfte mit dem Iran abgewickelt zu haben. Die Rede ist von einem Gesamtvolumen von über 250 Milliarden Dollar. StanChart habe wie eine "Schurken"-Bank agiert und das US-Finanzsystem für Terroristen und Drogenhändler geöffnet. Die Bank, lange Zeit eines der Vorzeigehäuser der Branche, erklärte daraufhin, dass sie sich nichts vorzuwerfen habe.

Banken wie Barclays, Credit Suisse, Lloyds, JPMorgan und ING, gegen die in den vergangenen Jahren ähnliche Vorwürfe bestanden hatten, wollten ebenfalls nicht zu viel Wind aufwirbeln und gingen Vergleiche ein. Insgesamt zahlten die Institute in der Vergangenheit rund zwei Milliarden Dollar wegen mutmaßlich illegaler Geschäfte mit sanktionierten Ländern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • 10 Jahre lang wurde das Embargo bewusst umgangen. 250 Milliarden wurden auf diese Weise bewegt. Wäre es ein Seeembargo und SC wäre ein Handelsschiff, es wäre versenkt worden. Daher bleibt der USA überhaupt keine andere Wahl als an dieser Bank ein Exempel zu statuieren und sei es nur, um den anderen Banken zu zeigen das es auch für sie Regeln gibt von deren Bruch sie sich nicht freikaufen können. Wenn die USA in diesem Fall Milde walten lässt, geht die Drogen- und Waffendealerei munter weiter.

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