Italienische Großbank
Faule Kredite drücken Gewinn von Intesa Sanpaolo

Faule Kredite belasten zahlreiche Banken in Italien, so auch die Großbank Intesa Sanpaolo. Die Lage sei aber nicht vergleichbar mit Monte dei Paschi: Die Traditionsbank schnitt beim Stresstest erneut am schlechtesten ab.

Mailand/BerlinFaule Kredite belasten die italienische Großbank Intesa Sanpaolo. Wegen höherer Rückstellungen für Problem-Darlehen fiel der Überschuss im zweiten Quartal um vier Prozent auf 901 Millionen Euro, wie die führende Filialbank des Landes am Dienstag mitteilte.

An der Mailänder Börse gaben Intesa-Aktien mehr als drei Prozent nach, obwohl die Zahlen deutlich besser als von Analysten erwartet ausfielen. Der heimische Konkurrent UniCredit sollte am Mittwoch seine Bilanz für das Frühjahr veröffentlichen.

Zahlreiche Banken in Italien ächzen unter faulen Krediten. Das Gesamtvolumen wird auf 360 Milliarden Euro geschätzt. Monte dei Paschi schnitt deswegen beim europäischen Stresstest erneut am schlechtesten ab und hat einen Rettungsplan vorgelegt. Dieser sieht neben einer Kapitalerhöhung von fünf Milliarden Euro auch vor, Problem-Darlehen loszuwerden.

Insidern zufolge sind sechs Investoren, darunter die US-Beteiligungsgesellschaften Apollo Global Management und KKR, an der Plattform interessiert, die faule Kredite im Volumen von rund neun Milliarden Dollar verwalten soll. Insgesamt sollen Darlehen im Umfang von fast 28 Milliarden Euro verkauft werden.

Intesa rechnet nächstes Jahr mit einer deutlichen Reduzierung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft. Die Probleme einiger Banken im Lande seien dabei, gelöst zu werden. Die italienische Finanzbrache sei solide, die Lage von Intesa beispielsweise nicht vergleichbar mit Monte Paschi.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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