Italienische Großbank
Unicredit schließt Ungarn-Filialen

Unicredit setzt in Ungarn den Rotstift an. Die Zahl der Standorte soll durch Zusammenlegungen um 15 verringert werden. Auch andere Banken sehen sich gezwungen, in Ungarn Sparmaßnahmen zu ergreifen.
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BudapestDie italienische Großbank Unicredit will in Ungarn Filialen schließen und Dutzende Stellen abbauen. Damit reagiert die Hypovereinsbank-Mutter auf höhere Kosten durch eine Steuer auf Finanztransaktionen, die das Land im laufenden Jahr eingeführt hat. Im Zuge dessen müsse das Geldhaus umgerechnet knapp 23 Millionen Euro an zusätzlichen Abgaben leisten, zitierte die Internetseite hvg.hu den Chef des Ungarns-Geschäfts von Unicredit, Mihaly Patai, am Donnerstag: „Diese Situation kann nur auf eine Art gelöst werden: Wenn wir beginnen, in großem Umfang Kosten zu senken.“

Der Publikation zufolge will Unicredit in Budapest Filialen zusammenlegen und so die Zahl ihrer Standorte landesweit um 15 auf 105 verringern. Mit den Schließungen und dem nicht konkret bezifferten Mitarbeiterabbau sollen 40 Prozent der durch die Steuer zusätzlich anfallenden Kosten gedeckt werden.

Das Institut, das sein Osteuropageschäft über die Bank Austria leitet, ist nicht die einzige Bank, die in Ungarn spart: Auch Konkurrenten wie die österreichische Raiffeisen Bank International hatten die Zahl ihrer Beschäftigten dort massiv reduziert. Grund dafür sind neue Steuern sowie Belastungen aus einem von der Regierung verordneten Umtausch von Fremdwährungskrediten, die vielen Banken Verluste einbrocken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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