Italienische Krisenbank
Monte Paschi kommt nicht aus Verlustzone

Es ist der achte Quartalsverlust in Folge: Bei der Monte dei Paschi reißen die schlechten Nachrichten nicht ab. Der Nettoverlust der italienischen Traditionsbank stieg sogar noch im Vergleich zum Vorjahr an.
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MailandDie italienische Krisenbank Monte dei Paschi kommt nicht aus den roten Zahlen. Im ersten Quartal 2014 stieg der Nettoverlust auf 174 Millionen Euro, nachdem es im Jahr zuvor bereits ein Minus von 100 Millionen war, wie das traditionsreiche Institut aus der Toskana am Montag mitteilte. Es ist der achte Quartalsverlust in Folge. Er geht vor allem darauf zurück, dass die Vorsorge gegen faule Kredite trotz der wirtschaftlichen Erholung Italiens noch immer hoch ist.

Die drittgrößte Bank des Landes ist besonders hart von der Schuldenkrise getroffen worden. Außerdem hatte sich das Institut mit riskanten Derivate-Geschäften sowie Übernahmen verhoben. Der Staat musste die älteste Bank der Welt vor dem Kollaps bewahren.

Die größte italienische Bank Unicredit steigerte ihren Gewinn im ersten Quartal unterdessen um 59 Prozent auf 712 Millionen Euro. Die Mailänder profitierten davon, dass es erstmals seit 2008 wieder weniger faule Kredite gab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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