Italienische Krisenbank
Popolare di Vicenza streicht jede vierte Stelle

Die italienische Krisenbank Popolare di Vicenza baut massiv Personal ab. Laut Verwaltungsratschef Gianni Mion fallen bis zu 1500 Jobs weg. Das Geldhaus kämpft mit hohen Verlusten.

MailandDie vom Rettungsfonds aufgefangene italienische Krisenbank Popolare di Vicenza plant einen massiven Personalabbau. Mindestens ein Viertel der Stellen soll wegfallen, wie der Verwaltungsratschef Gianni Mion am Mittwoch ankündigte. Dies bedeute, dass 1300 bis 1500 Jobs gestrichen werden müssten. „Es ist eine große Zahl“, sagte Mion. Er räumte ein, dass es womöglich ein Fehler gewesen sei, diese nicht früher kommuniziert zu haben: „Doch wir sind nicht in einer Position, in der wir länger warten könnten.“ Nun müssten die Gewerkschaften von der Notwendigkeit des Personalabbaus überzeugt werden.

Ende Juni hatte das Geldhaus 5400 Beschäftigte. Es hat im ersten Halbjahr einen Verlust von 795 Millionen Euro gemacht. Hinzu kommen 2,2 Milliarden Euro aus den Vorjahren. Italiens Bankenrettungsfonds Atlante hatte das angeschlagene Institut im Frühjahr unter seine Fittiche genommen. Der Fonds war Mitte April ins Leben gerufen worden, um den Kriseninstituten des Landes zu helfen. Die Mehrheit an Atlante halten private Investoren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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