Jahres-Hoch
Banken deponieren 304 Milliarden Euro bei EZB

Das Misstrauen untereinander wächst: Statt sich gegenseitig Geld zu leihen, lagern die Banken Gelder kurzfristig bei der EZB ein. Ähnlich hohe Summen waren zuletzt im Sommer 2010 bei der Zentralbank untergebracht.
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FrankfurtKreditinstitute haben in der Nacht zum Donnerstag so viel Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) deponiert wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Die Institute lagerten kurzfristig 304,4 Milliarden Euro bei der Notenbank ein, wie diese mitteilte. Steigende Übernacht-Einlagen bei der EZB sind ein Zeichen für ein zunehmendes Misstrauen der Kreditinstitute untereinander: Sie sind nicht mehr bereit, allzu große Summen bei anderen Banken zu lagern.

Stattdessen deponieren sie ihr Geld lieber bei der Zentralbank - obwohl dort die Konditionen deutlich schlechter sind. Die EZB zahlt derzeit 0,5 Prozent Zinsen auf die Einlagen. Auf dem Interbankenmarkt werden 0,81 Prozent Zinsen gezahlt.

Zuletzt hatten die Kreditinstitute mit 384,3 Milliarden Euro am 13. Juni 2010 mehr Geld bei der EZB deponiert. Danach hatten sich die Einlagen bis ins erste Halbjahr 2011 kontinuierlich verringert. Als sich die Euro-Krise in den vergangenen Monaten weiter zuspitzte, stieg die Summe jedoch wieder an. Am 7. November hatten die EZB-Einlagen erstmals wieder an der Marke von 300 Milliarden Euro gekratzt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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