Jahresbilanz: Allianz Global Investors wächst zweistellig

Jahresbilanz
Allianz Global Investors wächst zweistellig

Die Vermögensverwaltungstochter des Münchner Versicherungskonzerns Allianz hat im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient und sich auf Platz vier der größten Vermögensveralter vorgeschoben. In den kommenden Jahren will Allianz Global Investors weiter wachsen, besonders gute Chancen dafür sieht der Vermögensverwalter in Asien.

mm LONDON. Die Vermögensverwaltungstochter des Münchner Versicherungskonzerns Allianz hat im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient. Allianz Global Investors (AGI) steigerte den operativen Gewinn 2006 um 14 Prozent auf 1,29 Mrd. Euro. Gleichzeitig nahm das verwaltete Vermögen von 942 auf 971 Mrd. Dollar zu.

Damit belegt AGI hinter der Schweizer Großbank UBS, der britischen Barclays und State Street aus den Vereinigten Staaten den vierten Platz in der Liga der größten Vermögensveralter. Allianz Global Investors entstand aus einer Reihe von Übernahmen in den Jahren 1999 bis 2001. Der Münchner Versicherer kaufte zunächst die großen amerikanischen Vermögensverwalter Pimco und Nicolas Applegate. Vervollständigt wurde die Gruppe schließlich durch die Übernahme der Dresdner Bank mit ihren Dit-Fonds.

Inzwischen hat die Allianz allerdings die Marke der Dresdner Bank aufgegeben. Ende des vergangenen Jahres wurden die Investmentfonds des Frankfurter Geldhauses mit den anderen Vermögensverwaltern des Versicherers unter dem Schirm von Allianz Global Investors zusammengeführt. Die AGI-Holding stellt die Infrastruktur für die einzelnen Töchter bereit, die aber nach wie vor einen individuellen Investmentstil pflegen.

Größter Einzelkunde von AGI ist nach wie vor die Konzernmutter Allianz, die ihrer Tochter 248 Mrd. Euro anvertraut hat. Die für andere Klienten verwalteten Mittel stiegen 2006 netto um 37 Mrd. Euro auf 723 Mrd. Euro.

In den kommenden Jahren wolle AGI bei den Einnahmen eine durchschnittliche Wachstumsrate von acht bis zwölf Prozent erreichen, kündigte der Chef des Vermögensverwalters, Joachim Faber, an. Gleichzeitig solle der operative Gewinn im Schnitt um zehn Prozent pro Jahr steigen.

Besonders gute Wachstumschancen sieht Faber im Asiengeschäft, dort wuchs das verwaltete Vermögen im vergangenen Jahr um 19 Prozent auf 62 Mrd. Dollar. China, Südkorea und Taiwan seien Länder, die zentrale Bedeutung für den künftigen Erfolg von AGI hätten.

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