Jahresgewinn
Münchener Rück erwartet stabile Dividende

Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück rechnet fest damit, dass der Konzern im laufenden Jahr schwarze Zahlen schreiben werde. Trotz hoher Belastungen durch Naturkatastrophen erwarte man eine stabile Dividende.
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FrankfurtDer weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück rechnet trotz hoher Belastungen durch Naturkatastrophen mit einem Jahresgewinn und einer stabilen Dividende. Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek sagte dem „Tagesspiegel“ (Sonntagausgabe) laut Vorabmeldung, er sei fest überzeugt, dass der Konzern im laufenden Jahr schwarze Zahlen schreiben werde. „Wenn nicht etwas ganz Schlimmes passiert, sollte es machbar sein, die Dividende bei 6,25 Euro wie im Vorjahr zu lassen“, ergänzte Jeworrek, der im Vorstand für das Rückversicherungsgeschäft zuständig ist.

Allerdings könnte der Hurrikan „Irene“ von Ende August nach Jeworreks Einschätzung nur der Auftakt einer Serie weiterer schwerer Wirbelstürme sein. „Man muss für 2011 mit einer hohen Anzahl von Hurrikans rechnen“, sagte er. Der Atlantik sei derzeit relativ warm, das spreche für eine ausgeprägte Hurrikansaison. In diesem Jahr habe es bereits eine außergewöhnliche Häufung von Naturkatastrophen gegeben.

Der Dax-Konzern, der deshalb im ersten Halbjahr 2011 bereits rote Zahlen schrieb, hat am Freitag die eigene Belastung durch „Irene“ auf einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag geschätzt. „Irene“ dürfte den Angaben zufolge mit versicherten Schäden von rund sieben Milliarden Dollar in den USA und der Karibik für die Branche zu den zehn teuersten Wirbelstürmen der vergangenen Jahrzehnte zählen.

Die Rückversicherer beginnen an diesem Sonntag auf ihrem jährlichen Branchentreffen in Monaco mit ihren Kunden - den Versicherern - Verhandlungen über die künftigen Konditionen des Rückversicherungsschutzes.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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