Jahreszahlen der LSE: Das große Schweigen des Börsenchefs

Jahreszahlen der LSE
Das große Schweigen des Börsenchefs

LSE-Chef Xavier Rolet wollte bei der Präsensation der Jahreszahlen der London Stock Exchange die meisten Fragen zur geplanten Börsenfusion nicht beantworten. Ein bisschen sagte er dann aber doch.

Es war immer wieder eine sehr knappe Antwort, die Xavier Rolet, Chef der London Stock Exchange (LSE), auf die meisten Fragen gab: „Das kann ich leider nicht kommentieren“, sagte er in der Telefonkonferenz mit Journalisten am Freitagmorgen, sobald die Rede auf den geplanten Zusammenschluss mit der Deutschen Börse kam.

Welche Folgen diese Pläne für die Beschäftigtenzahl des Unternehmens hätten? Wie sich der mögliche Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union auf das Vorhaben auswirken könnte? Ob er bereits mit der US-Börse ICE in Kontakt sei, die ein Gegengebot prüfe? Ob er erwäge, Teile der LSE zu verkaufen, um die Zustimmung der Regulierer zur Fusion mit der Deutschen Börse zu bekommen? „Das kann ich nicht kommentieren“, wiederholte er bei all diesen Fragen, denn die Gespräche mit der Deutschen Börse dauerten noch an.

Alles, was sich Rolet zu dem Thema entlocken ließ, war: Die Kombination aus LSE aus Deutsche Börse werde die Fähigkeit der Unternehmen verbessern, den Kunden weltweit besser zu dienen. Die Fusion werde zudem die Wachstumsmöglichkeiten verbessern, Kostenvorteile mit sich bringen und den Nutzen für die Aktionäre steigern.

Anfang vergangener Woche haben beide Seiten bestätigt, dass sie ein Zusammengehen auf Augenhöhe prüfen. Dabei sollen Aktionäre der Deutschen Börse mit etwa 54 Prozent die Mehrheit an dem neuen Unternehmen haben. Grundlage dafür sei der durchschnittliche Aktienkurs der beiden Unternehmen in den vorausgegangenen drei Monaten.

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LSE hat Gewinn 2015 deutlich gesteigert

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