Jamie Dimon von JP Morgan
Wie ein angestellter Banker zum Milliardär wurde

Er hat Citigroup und JP Morgan zu neuer Größe verholfen: Jamie Dimon. Das hat ihn zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht. Wie er zu einem Milliarden-Vermögen gekommen ist – und was er seinen Kritikern entgegnet.
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New YorkJamie Dimon, der beim Aufbau von Citigroup Inc. mithalf und bei JP Morgan Chase & Co. das Experiment in größerem Maßstab wiederholte, ist für zwei der größten Bank verantwortlich, die die Welt je gesehen hat. Sein Lebenswerk hat ihn reich gemacht.

Der Aktienkurs von JP Morgan, wo Dimon seit 2005 als Konzernchef amtiert, notiert in der Nähe eines Rekordhochs. Damit kommt Dimon auf ein Reinvermögen von etwa 1,1 Milliarden Dollar, zeigt der Bloomberg Billionaires Index. Sein Reichtum setzt sich aus einer Beteiligung im Wert von 485 Millionen Dollar an der New Yorker Bank JP Morgan sowie einem Investmentportfolio zusammen, das aus Erlösen von Citigroup-Aktienverkäufen gespeist wird.

Der Status von Dimon ist ungewöhnlich, nur wenige Bankmanager haben solch ein hohes Vermögen aufgebaut. Eine der wenigen Ausnahmen ist Dimons Ex-Mentor Sanford „Sandy” Weill. Die meisten Milliardäre in der Finanzbranche gründeten eigene Unternehmen oder Investmentfirmen, wie etwa der Hedgefonds-Tycoon George Soros mit einem Vermögen von 28,5 Milliarden Dollar oder der Mitbegründer von Blackstone Group LP, Steve Schwarzman, mit 13,4 Milliarden Dollar.

„Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bankchef Milliardär wird, ist weitaus niedriger als für jemanden, der zu einem Hedgefonds oder Beteiligungsgesellschaften geht“, sagt Roy Smith, Professor an der Stern School of Business von der Universität New York und ehemals Partner bei Goldman Sachs Group Inc..

Seine Karriere hatte er 1966 an der Wall Street begonnen. „Richtig lukrativ war in diesem Geschäft schon immer die Transaktionsseite. Die Chefs an der Wall Street müssen sich mit Rechtsstreitigkeiten, Regulierung und den relativ kurzen Amtszeiten in den dortigen Spitzenpositionen herumschlagen.”

Der 59-jährige Dimon ging einen anderen Weg. Er lehnte Stellenangebote von Firmen wie Goldman Sachs ab und ging stattdessen 1982 zu Weill bei American Express Co.. Das Duo gewann später die Kontrolle über Commercial Credit in Baltimore, was eine regelrechte Übernahmeflut auslöste und zu einer Konsolidierung in der Branche führte. Das alles mündete 1998 in der Gründung von Citigroup, dem weltgrößten Finanzdienstleister.

Dimon lehnt nach Aussage von Joe Evangelisti, Sprecher von JPMorgan, eine Stellungnahme zu seinem Vermögen ab.

Der gebürtige New Yorker Dimon half Weill bei der Durchführung von Fusionen und wurde mit immer wichtigeren Aufgaben bei den Übernahmezielen betraut – vom Präsident bei Primerica Corp. über den Chefposten bei Smith Barney bis hin zum Präsident bei Citigroup. Dimon wurde für seine Kostensenkungsmaßnahmen und Integration von Systemen bekannt.

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Wie JP Morgan auch in der Finanzkrise profitabel blieb

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