Japanische Investmentbank
Nomura-Chef zieht Sparschrauben an

Japans größte Investmentbank verstärkt ihren Sparkurs. Die milliardenschweren Streichungen des durch die Euro-Krise geschwächten Geldhauses sollen vor allem die Firmenkunden- und Kapitalmarktsparte betreffen.
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TokioDie größte japanische Investmentbank Nomura zieht unter ihrem neuen Chef die Sparschraube kräftig an. In den kommenden anderthalb Jahren sollen die Kosten des durch die Euro-Krise belasteten Geldhauses um eine zusätzliche Milliarde Dollar gesenkt werden, kündigte ein Nomura-Manager vor Journalisten in der Firmenzentrale in Tokio an. Zuvor hatte Konzernchef Koji Nagai vor 450 Spitzenkräften seine Ziele erläutert. Nagai hatte sein Amt erst vor kurzem angetreten, nachdem die frühere Konzernspitze wegen eines Insider-Skandals zurückgetreten war.

Die Streichungen sollen die angeschlagene Firmenkunden- und Kapitalmarktsparte betreffen, wie der Manager erläuterte. Der Bereich schwächelt vor allem im Auslandsgeschäft, das unter der europäischen Schuldenkrise leidet. Bereits im vergangenen Jahr hatte Nomura ein Restrukturierungsprogramm über 1,2 Milliarden Dollar aufgelegt. Zuletzt hatte Reuters aus mit den Plänen vertrauten Kreisen erfahren, dass die Bank Hunderte von Stellen streichen will. Der Großteil der Kürzungen werde auf Europa entfallen, wo Nomura derzeit 4.000 Mitarbeiter beschäftigt.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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