JP Morgan
Banker wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Skandal um den „Wal von London” und die daraus resultierenden Strafzahlungen ist für JP Morgan noch nicht ausgestanden: Jetzt melden sich Ex-Banker zu Wort.
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LondonIm Handelsskandal um den sogenannten „Wal von London” wehrt sich ein hochrangiger Ex-Banker von JP Morgan gegen Vorwürfe der britischen Finanzaufsicht. Ein Sprecher des ehemaligen Chefs des Londoner Investment-Bereichs sagte, Achilles Macris sei nicht angemessen die Möglichkeit gegeben worden, auf Anschuldigungen zu reagieren. Die Behauptungen seien zudem falsch und würden Maßnahmen nicht berücksichtigen, die unternommen worden seien.

In London verzockte der frühere JP-Morgan-Händler Bruno Iksil mit riskanten Wetten 6,2 Milliarden Dollar. Die Größe der Derivate-Positionen brachte ihm seinen Spitznamen ein. Zudem diskreditierte er das Geldhaus. Die größte US-Bank hat für den Skandal eine Strafe von 920 Millionen Dollar akzeptiert, die an mehrere Behörden in den USA und Großbritannien geht. In einem Bericht der britischen FCA wurde Macris zwar nicht namentlich erwähnt. Es hieß aber, seine Abteilung habe die Aufseher in die Irre geführt.

Gegen zwei andere Ex-Händler - enge Kollegen von Iksil - werden gerade von der Staatsanwaltschaft Klagen vorangetrieben. Ihnen wird unter anderem Betrug zur Last gelegt. Außerdem sollen sie den Fall verschleiert haben. Gegen Iksil selbst wird bislang nicht strafrechtlich vorgegangen, weil er mit den Ermittlungsbehörden kooperiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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