Kampf gegen Fed
US-Banken springen Deutscher Bank zur Seite

Die US-Notenbank will Auslandsbanken strengere Auflagen machen. Die Deutsche Bank würde dies besonders hart treffen. Ausgerechnet die amerikanische Konkurrenz eilt zur Hilfe. Sie befürchtet „Vergeltung“.
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New YorkIm Streit mit den Regulierungsbehörden werden aus Feinden Freunde: Die US-Banken unterstützen überraschend die Deutsche Bank und andere Auslandsinstitute im Kampf gegen die US-Notenbank Fed. Ihr Gegner ist Dan Tarullo, der für die Bankenaufsicht zuständige Vorstand der Fed. Er will Auslandsbanken in den USA härtere und damit teurere Kapitalauflagen machen. Vor allem für die Deutsche Bank mit ihrem riesigen US-Kapitalmarktgeschäft würde das Milliardenbelastungen bedeuten.

Die US-Konkurrenz springt dem Frankfurter Geldhaus zur Hilfe, obwohl sie eigentlich von einem Teilrückzug der Deutschen Bank profitieren würde. Das berichtet das Handelsblatt exklusiv in seiner neuen App Handelsblatt Live. „Wir sind gegen diese Pläne“, sagt Scott Talbott, Cheflobbyist des mächtigen Bankenverbandes Financial Services Roundtable (FSR) in Washington. Allerdings ist die Unterstützung nicht ganz uneigennützig: „Das Problem ist, dass wir Vergeltung befürchten. Andere Länder - etwa Deutschland - werden dies aufgreifen. Die werden sagen: Ihr macht das mit unseren Banken? Dann werden wir uns mal um Eure Banken kümmern.“

Am Ende habe niemand etwas davon, und der Geschädigte sei der Bankkunde, der weniger Kredit erhalte, sagt Talbott. „Der Vorschlag führt dazu, dass Auslandsbanken in eine schlechtere Wettbewerbssituation im Vergleich zu den heimischen Instituten kommen“, beklagt auch Sally Miller, Chefin vom Verband der international tätigen Banken in den USA, IIB. [...]

Lesen Sie auf Handelsblatt Live was Tarullos Antrieb ist und wie die Aussichten für die Deutsche Bank sind. Hier geht es zur Handelsblatt Live im App Store.

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  • Die DB soll in den USA sogar eine negative Kapitalquote haben, die mit der Weltweiten Quote verrechnet wird. Das Eigenkapital kann die DB wohl nicht so einfach gen USA verschieben. Also bleibt nur, sich massivst von US Vermögenswerten zu trennen. Was natürlich den Markt für die US Konkurrenz verstopft. Joes teures Erbe.

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