Kandidaten formieren sich Bawag-Verkauf geht in die heiße Phase

Beim Verkauf der österreichischen Bank Bawag trennt sich die Spreu der Kaufinteressenten vom Weizen. So hat die Bayerische Landesbank aus München, bis 2004 Großaktionär der Bawag, inzwischen ein unverbindliches Kaufangebot abgegeben.

cha MÜNCHEN. Das bestätigte ein Sprecher der Münchener Bank. Aus Wiener Finanzkreisen verlautete, auch der Versicherungskonzern Generali habe gemeinsam mit der Bausparkasse Wüstenrot und dem US-Finanzinvestor Cerberus für die Bawag geboten. Dafür gab es jedoch von Unternehmensseite keine Bestätigung.

Mit dem Verkauf des Wiener Instituts ist die Investmentbank Morgan Stanley betraut, am Freitag war die Frist zur Abgabe eines vorläufigen Angebots abgelaufen. Dem Vernehmen nach kann der österreichische Gewerkschaftsbund als Alleineigentümer der Bawag auf Grund der ersten Angebote mit Erlösen von gut zwei Mrd. Euro rechnen – mehr als ursprünglich erwartet. Die Bawag hatte mit spekulativen Geschäften Milliardenverluste erlitten und den ÖGB an den Rand des Ruins getrieben. Auch vom Münchener Versicherungskonzern Allianz heißt es, er bewerbe sich um die Bawag. Die Allianz gab keinen Kommentar dazu ab. Der Österreich-Chef des Versicherers, Wolfram Littich, aber bestätigte, dass die Vertriebspartnerschaft mit der Bawag im Geschäft mit gesetzlichen Pensionskassen (Mitarbeitervorsorgekasse) „extrem erfolgreich“ sei. Hier betreue man gemeinsam 1,2 Mill. Kunden.

Als weiterer Kandidat gilt die französische Crédit Agricole. Die heimische Konkurrenz der Bawag hat hingegen abgesagt, da sie Probleme mit den Kartellbehörden fürchtet. Morgan Stanley hatte gestern erklärt, man habe zahlreiche Angebote „von renommierten Adressen seitens strategischer Investoren und Finanzinvestoren“ erhalten. Anfang Oktober sollen die besten Bewerber Zugang zum Datenraum der Bawag erhalten.

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