Kapitalaufstockung
Fristverlängerung für die Hypo Alpe-Adria

Die Aufsichtsbehörde hat beschlossen, der verstaatlichten Bank die Frist vom 31. März auf den 31. Dezember 2012 zu verlängern. Bis dahin muss die Bank ihre Eigenmittelquote hochschrauben.
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FrankfurtDie verstaatlichte österreichische Hypo Alpe-Adria (HGAA) bekommt neun Monate mehr Zeit, um ihr Eigenkapital um 1,5 Milliarden Euro aufzustocken. Die Aufsichtsbehörden von Österreich, Slowenien und Italien hätten in ihrem gemeinsamen Prüfverfahren beschlossen, die Frist vom 31. März auf den 31. Dezember 2012 zu verlängern, teilte die HGAA am Freitag unter Berufung auf Angaben der österreichischen
Aufsicht FMA mit.

Bis dahin muss die Bank ihre Eigenmittelquote auf 12,04 Prozent von derzeit 10,54 Prozent schrauben. Damit kommen die Aufseher der Forderung der HGAA nach. Sie hatte angekündigt, die höheren Kapitalquoten weitestgehend ohne zusätzliche staatliche Hilfen zu schließen - vor allem durch den Verkauf von großen Teilen ihres Geschäfts. Doch Banken lassen sich in der Krise derzeit nicht ohne Verluste verkaufen. Deshalb hatte die HGAA die Veräußerung ihres Italien- und Österreich-Geschäfts im Oktober auf Eis gelegt.

Um die HGAA in der Finanzkrise vor dem Kollaps zu bewahren, hatte die Republik Österreich sie in einer Notaktion von der BayernLB übernommen, die sich mit dem Kauf der einstigen Kärntner Landesbank verhoben hatte. Ziel ist nun, die Bank geordnet abzuwickeln. Nach der Sanierung soll auch das verbleibende Südosteuropa-Geschäft verkauft werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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