Kapitalerhöhung abgeschlossen
Deutsche Bank nimmt 8,5 Milliarden Euro ein

Die Deutsche Bank will mit dem neuen Puffer alle Zweifel wegen neuer Krisen ausräumen: Die Kapitalerhöhung um 8,5 Milliarden Euro ist durch – und ein Scheich aus Katar ist mit über fünf Prozent neuer Großaktionär.
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FrankfurtDie Deutsche Bank kann einen Haken hinter ihre milliardenschwere Kapitalerhöhung machen. Das Institut habe die Transaktion erfolgreich abgeschlossen und damit wie geplant 8,5 Milliarden Euro eingenommen, erklärte Deutschlands größtes Geldhaus am Mittwoch. Die Altaktionäre mussten sich bis Mitternacht am Dienstag entscheiden, ob sie mitziehen oder nicht. 99,1 Prozent der Bezugsrechte seien ausgeübt, die übrigen Aktien am Markt verkauft worden.

Mit dem frischen Geld will die Bank endlich alle Zweifel an ihren Puffern gegen neue Krisen ausräumen. Sie will dank der Einnahmen aus der Kapitalerhöhung vor allem im Investmentbanking künftig wieder ein größeres Rad drehen. „Wir haben entscheidende Schritte unternommen, um die Deutsche Bank gegen bekannte Herausforderungen bei der Kapitalausstattung abzusichern, um unsere Wettbewerbsposition zu verbessern und um Investitionen in das Wachstum in allen unseren Unternehmensbereichen zu forcieren“, erklärten die Vorstandschefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain. Die Deutsche Bank hat mit der Kapitalerhöhung bei ihren bestehenden Aktionären rund 6,75 Milliarden Euro eingesammelt.

Im Zuge der erneuten Kapitalerhöhung bekam Deutschlands größtes Geldhaus einen neuen Großaktionär: Scheich Hamad bin Dschassim bin Dschaber al-Thani aus Katar sicherte sich einen Anteil von 5,83 Prozent. Der Scheich ließ sich seinen Einstieg beim deutschen Branchenprimus nach früheren Angaben gut zwei Milliarden Euro kosten. Der Dax-Konzern hatte die Kapitalerhöhung am 18. Mai angekündigt und den Scheich als langfristig orientierten Ankeraktionär präsentiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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