Kapitalerhöhung: Raiffeisen Bank International sammelt 2,78 Milliarden ein

Kapitalerhöhung
Raiffeisen Bank International sammelt 2,78 Milliarden ein

Die RBI hat ohne nennenswerte Abschläge Firmenanteile im Gegenwert von 2,78 Milliarden Euro an ausgesuchte Investoren verkauft. Damit ist das Ziel der Kapitelerhöhung bereits übertroffen. Nun sind Kleinaktionäre am Zug.
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Die Raiffeisen Bank International hat 2,78 Milliarden Euro bei Investoren eingesammelt. Mit einer der größten Kapitalerhöhungen in der österreichischen Geschichte rüstet sich das Institut für die strengeren Vorschriften der Aufseher. Bis Mittwoch verkaufte die RBI knapp 100 Millionen Aktien zu einem Preis von 28,50 Euro je Stück. Das Volumen der Transaktion entspricht etwa der Hälfte des aktuellen Börsenwerts der RBI von 5,8 Milliarden. Dennoch musste das Institut nur einen kleinen Preisabschlag hinnehmen: Er lag im Vergleich zum Schlusskurs von Dienstagabend bei knapp fünf Prozent.

Einige Analysten hatten damit gerechnet, dass die Bank den neuen Eigentümern einen deutlich höheren Rabatt gewähren muss, um alle Aktien unterzubringen. Doch die Platzierung ging ohne Probleme über die Bühne. Die RBI sammelte sogar deutlich mehr ein als ursprünglich geplant: Noch Anfang Januar hatte die Bank einen Emissionserlös von bis zu 2,25 Milliarden Euro angekündigt. Damit sei nun auch die zu Jahresbeginn noch in Erwägung gezogene Begebung von Nachrangkapital vom Tisch, sagte eine Sprecherin.

An der Börse sorgte der lange erwartete Startschuss für die Kapitalerhöhung für gute Stimmung. Die RBI-Aktie legte bis zu sieben Prozent auf 31,90 Euro zu - der höchste Wert seit knapp einem Jahr. Viele Investoren hatten die Papiere der Osteuropabank zuletzt gemieden, weil sie im Vergleich zu einigen ihrer Wettbewerber eine dünne Kapitaldecke hatte. Dieser Hemmschuh werde verschwinden, sagte Erste-Group-Analyst Günter Hohberger. Mit einem dickeren Kapitalpolster könne die RBI-Aktie Boden zur Konkurrenz gutmachen.

Für die Wiener Börse ist es die größte Kapitalerhöhung seit Ausbruch der Finanzkrise: 2007 hatte der mittlerweile wieder mit der Mutter Immofinanz verschmolzene Osteuropa-Immobilienkonzern Immoeast knapp 2,84 Milliarden Euro erlöst.

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