Kapitalerhöhung
Santander sammelt 7 Milliarden Euro ein

Die spanische Großbank Santander rechnet nicht mit größeren Turbulenzen durch die Übernahme des kriselnden Konkurrenten Banco Popular Español: Eine Kapitalerhöhung von sieben Milliarden Euro bringt frisches Geld.
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MadridDie spanische Großbank Santander besorgt sich bei ihren Aktionären frisches Geld für die Übernahme der heimischen Rivalin Banco Popular. Das Geldhaus habe eine Kapitalerhöhung von rund sieben Milliarden Euro gestartet, teilte die Bank am Montagabend mit. Die 1,46 Milliarden neuen Aktien würden zu 4,85 Euro je Stück ausgegeben. Die Papiere hatten zum Wochenauftakt mit gut sechs Euro geschlossen.

Der Ausgabepreis entspricht einem Abschlag von 19 Prozent. Mit der Übernahme bewahrt Santander Banco Popular vor dem Zusammenbruch. Für das erste Halbjahr wies Santander einen Nettogewinn von 3,6 Milliarden Euro aus, was einer Steigerung von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Banco Popular war in den Strudel der heimischen Immobilienkrise geraten. Auf der Bank lasten 37 Milliarden Euro an faulen Hypotheken und Immobilien, die ihr im Zuge von Überschuldung zugefallen sind. Santander muss diese Altlasten nun übernehmen. Aus eigener Kraft kann sie das nicht schultern und schiebt deshalb eine Kapitalerhöhung an.

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